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Koserow Reiseführer: Strand, Streckelsberg, Seebrücke und das lebendigste Bernsteinbad Usedoms

vor 1 Tag
27 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Wenn Du auf Usedom nach einem Ort suchst, der Steilküste, Ostsee und Achterwasser auf engstem Raum vereint, wirst Du an Koserow nicht vorbeikommen. Der Ort liegt genau an der schmalsten Stelle der Insel, dort, wo Nord- und Südusedom nur durch einen schmalen Landstreifen verbunden sind, und gehört zusammen mit Zempin, Loddin/Kölpinsee und Ückeritz zu den sogenannten Bernsteinbädern – benannt nach dem Bernstein, den die Ostsee hier besonders nach Stürmen an den Strand spült. Wenn Du Dir zunächst einen Überblick über die gesamte Insel verschaffen möchtest, lohnt sich ein Blick in unseren ausführlichen Usedom-Reiseführer; die anderen großen Seebäder stellen wir Dir ausführlich in unseren Artikeln zu Zinnowitz, Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin vor. Hier gehen wir dagegen ganz in die Tiefe und zeigen Dir alles, was Du für Deinen Aufenthalt in Koserow wissen musst.


Von den vier Bernsteinbädern ist Koserow das größte und touristisch lebendigste – mit eigener Seebrücke, dem markanten Streckelsberg direkt vor der Tür und einem der beliebtesten Freizeitparks der ganzen Insel. Gleichzeitig hat sich der Ort seinen dörflichen Kern bewahrt: Fischerkaten, denkmalgeschützte Salzhütten und eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert erinnern daran, dass hier lange vor den ersten Badegästen schon Fischer lebten. In diesem Artikel erfährst Du, was Koserow besonders macht, wie es sich von seinen Nachbarorten unterscheidet, welche Erlebnisse Dich erwarten und wie Du am besten anreist.


INHALT



Koserow auf einen Blick – Was macht das Bernsteinbad besonders?


Lage und erster Eindruck: Zwischen Ostsee und Achterwasser

Koserow liegt an der Ostküste Usedoms, durchquert von der Bundesstraße 111, auf gerade einmal 4 Metern über dem Meeresspiegel und mit rund 6 Quadratkilometern Gemeindefläche eine der kompakteren Gemeinden der Insel. Genau hier verengt sich Usedom zwischen Ostsee und Achterwasser auf nur noch rund 300 Meter – eine geografische Besonderheit, die Du beim Spaziergang zwischen Strand und Bootshafen förmlich mit den Füßen erlaufen kannst. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort auch die kleinen Ortsteile Lüttenort und Forsthaus Damerow sowie die im 19. Jahrhundert aufgegebene Wüstung Damerow. Bei der Einwohnerzahl lohnt sich, wie bei vielen Usedomer Orten, ein zweiter Blick: Koserow hat rund 1.700 Einwohner. Nachbargemeinden sind Zempin im Nordwesten und Loddin im Südosten, und bis zum belebten Inselnorden rund um Zinnowitz sind es nur etwa 6 bis 7 Kilometer beziehungsweise gut 8 Minuten mit der Bahn.


Wenn Du Dich gerne auf einer Karte über Usedom orientieren möchtest, liest Du alle Details in unserem ausführlichen Artikel zu Usedom-Karten.


Koserow im Vergleich: Was den Ort von Zempin, Loddin und Ückeritz unterscheidet

Die vier Bernsteinbäder treten touristisch bereits seit 2006 gemeinsam auf, haben aber ganz unterschiedliche Charaktere. Koserow gilt unter den vieren als das lebendigste und touristisch am stärksten aufgestellte Bad, mit klassischem Seebadbetrieb, eigener Seebrücke und einem großen Freizeitpark. Zempin, gleich nebenan, ist dagegen das kleinste Seebad der Insel mit deutlich kleinerer Infrastruktur. Loddin, Kölpinsee und Stubbenfelde am Achterwasser sind ruhig und dörflich geprägt, während Ückeritz mit seinem rund 7 Kilometer langen Strand, viel Wald und einer Künstlerkolonie-Tradition seit den 1930er-Jahren als naturnahestes und camping-freundlichstes der vier Bäder gilt. Die Bettenkapazität bestätigt diesen Eindruck: Mit rund 4.901 Betten liegt Koserow knapp vor Zempin (4.885) und deutlich vor Karlshagen im Norden.


💡 Insider-Tipp: Wer alle vier Bernsteinbäder an einem Tag erleben möchte, kann das gut mit dem Fahrrad entlang des Ostseeküsten-Radwegs oder mit der Bahnlinie RB 23 tun, die Zempin, Koserow, Kölpinsee und Ückeritz nacheinander anfährt. So bekommst Du in wenigen Stunden ein Gefühl für die ganze Bandbreite zwischen quirligem Seebadbetrieb und stiller Dorfidylle.


Für wen ist Koserow ideal – und für wen eher nicht?

  • Sehr gut geeignet für: Familien, die einen ausgewachsenen Freizeitpark direkt vor der Haustür schätzen (Karls Erlebnis-Dorf liegt in Koserow selbst), Aktivurlauber, die Steilküste, Wanderwege und Achterwasser miteinander verbinden möchten, sowie alle, die zwischen klassischem Seebadleben und ruhigerer Naturkulisse pendeln wollen, ohne auf Restaurants, Seebrücke und Einkaufsmöglichkeiten zu verzichten. Auch Wassersportler kommen dank der Nähe zum Achterwasser gut auf ihre Kosten.

  • Weniger gut geeignet für: Wer die großbürgerliche Bäderarchitektur und das mondäne Flair der Kaiserbäder Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sucht, ist dort besser aufgehoben – Koserow ist bodenständiger und weniger herrschaftlich geprägt. Auch wer absolute Ruhe ganz ohne touristische Infrastruktur sucht, findet diese eher im benachbarten Zempin.


Familien sind in Koserow besonders gut aufgehoben: Neben Karls Erlebnis-Dorf gibt es einen Spielplatz im Kurpark sowie einen weiteren am Strand, eine der größten Minigolfanlagen an der deutschen Ostseeküste und einen barrierefreien Strandzugang direkt an der Seebrücke samt kostenlosem Strandrollstuhl bei den Rettungsschwimmern. Kinder unter 6 Jahren sind zudem von der Kurabgabe befreit – ein kleiner, aber angenehmer Unterschied zu manch anderem Urlaubsziel.



Vom Fischerdorf zum lebendigen Bernsteinbad


Koserow wird erstmals 1347 als „Cuzerowe" beziehungsweise „Kuzerowe" urkundlich erwähnt – der slawische Name wird als „Sandboden, auf dem nur Ziegen leben" gedeutet, was angesichts der kargen Dünenlandschaft durchaus einleuchtet. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort 1648 schwedisch und 1720 preußisch. Die touristische Geschichte beginnt 1846, als die ersten Badegäste nach Koserow kamen; sieben Jahre später, 1853, entstand die erste Badeanstalt. Um 1912 zählte man bereits rund 3.500 Urlauber pro Saison, und 2021 feierte der Ort unter dem Motto „175 Jahre Seebad-Status" sein Jubiläum. Den formalen Titel „Staatlich anerkanntes Seebad" erhielt Koserow dagegen erst 1993.


Koserower Salzhütte, Bild: Gabriele Delhey, CC BY-SA 3.0 - AJTAA
Koserower Salzhütte, Bild: Gabriele Delhey, CC BY-SA 3.0

Ein prägendes Kapitel der Ortsgeschichte ist eng mit dem Handwerk verbunden: Ab 1820 entstanden am Strand die charakteristischen Salzhütten, in denen Fischer ihr Gerät und ihren Fang lagerten. Anfang des 20. Jahrhunderts standen 15 solcher Hütten in Koserow, seit 1987 stehen sie unter Denkmalschutz; in einer der Hütten hat sich sogar ein kleines Museum eingerichtet. Auch die Natur hat ihre Spuren hinterlassen: Bei der schweren Sturmflut vom 12. und 13. November 1872 durchbrach das Meer die Insel Usedom bei Koserow mit einer Fluthöhe von bis zu 3,5 Metern, und im Februar 1874 wurde der kleine Nachbarort Damerow endgültig zerstört und aufgegeben. Zum Schutz entstand bereits 1895 eine Brandungsmauer, und 1911 erhielt Koserow mit dem Bahnanschluss den entscheidenden Entwicklungsschub.


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Sehenswürdigkeiten in Koserow


Seebrücke und Streckelsberg kennt fast jeder Koserow-Besucher. Die eigentlichen Schätze des Ortes entdeckst Du aber oft erst auf den zweiten Blick: eine mittelalterliche Feldsteinkirche mit einem rätselhaften Kreuz aus der Ostsee, reetgedeckte Salzhütten aus der Zeit des großen Heringsfangs, das Refugium eines der bedeutendsten Maler der Insel, die Stelle, an der das Meer Usedom einst in zwei Teile riss, und einen jungen Wald, der hier gezielt für den Klimaschutz wächst. Alle fünf Ziele liegen auf wenigen Kilometern zwischen Ortskern und Zempin. Du kannst sie an einem Tag bequem zu Fuß oder mit dem Rad verbinden.


Die Kirche Koserow: Älteste Kirche der Außenküste mit dem Vineta-Kreuz

Mitten im alten Dorfkern, umgeben von einer Feldsteinmauer und mächtigen Kastanien, steht die einzige mittelalterliche Kirche an der Außenküste Usedoms. Sie entstand Ende des 13. Jahrhunderts als kleine Feldsteinkirche. Das ursprüngliche Mauerwerk mit den schmalen frühgotischen Fenstern und dem dreistufigen Spitzbogen des alten Eingangs erkennst Du noch heute an der Nordseite. Im 15. Jahrhundert wurde der Bau nach Westen um Schiff und Turm erweitert. Seither verbinden sich unten Feldstein und darüber roter Backstein zu dem charakteristischen Bild.


Reich war die Gemeinde nie: Unter den sparsamen Preußenkönigen Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen war die Koserower Kirche als einzige Inselkirche „wegen notorischer Armut“ von bestimmten Abgaben befreit. Umso erstaunlicher ist ihre Ausstattung:

  • Das Vineta-Kreuz: Über der Taufe hängt ein ungewöhnlich großes, rund 2,33 Meter hohes Kruzifix aus Eichenholz, vermutlich aus der Zeit um 1400. Der Inselchronik zufolge haben Koserower Fischer es aus der Ostsee geborgen, angeblich von einem gestrandeten schwedischen Schiff. Weil die Sage die versunkene Stadt Vineta vor dem Streckelsberg vermutet, nennt der Volksmund es Vineta-Kreuz. Seine tatsächliche Herkunft ist bis heute ungeklärt. 2007 wurde es restauriert, dabei kam eine fast vollständige barocke Farbfassung zum Vorschein.

  • Der Flügelaltar: Er gilt als letzter vollständig erhaltener mittelalterlicher Flügelaltar der Insel, mit zahlreichen Schnitzfiguren.

  • Maritime Details: Ein Votivschiff, gestiftet von Fischern nach ihrer Rettung aus Seenot. Dazu Taufschale und Altarleuchter aus der Zeit um 1650 und eine im 19. Jahrhundert angehobene Holzdecke, die an einen umgedrehten Schiffsrumpf erinnert.


Literarisch ist die Kirche eng mit Wilhelm Meinhold verbunden, der hier Pfarrer war und 1843 mit der „Bernsteinhexe“ den erfolgreichsten pommerschen Roman des 19. Jahrhunderts veröffentlichte. Sonntags finden ganzjährig Gottesdienste statt, im Sommer außerdem die beliebte Theaterreihe „Klassik am Meer“.


Die Koserower Salzhütten und das Museum „Uns Fischers Arbeitshütt“

Gleich neben dem Seebrückenvorplatz duckt sich ein Ensemble reetgedeckter Holzhütten in die Dünen. Es zählt zu den fotogensten Orten der ganzen Insel. Ab 1820 entstanden hier die ersten Salzhütten. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen außergewöhnlich große Heringsschwärme vor der Küste entlang, und die Fischer brauchten einen Ort, um ihren Fang sofort nach der Anlandung haltbar zu machen. Das Salz stellte der preußische Staat, und er schrieb auch vor, dass die Heringe direkt in Holzfässern eingesalzen werden mussten. Die Hütten erleichterten so die Arbeit und zugleich die staatliche Kontrolle. Anfang des 20. Jahrhunderts standen in Koserow 15 solcher Hütten. Die erhaltenen Bauten stehen heute unter Denkmalschutz.


In einer der Hütten erzählt die kleine Heimatstube „Uns Fischers Arbeitshütt“ vom harten Alltag der Koserower Fischer, mit Netzen, Werkzeugen und Alltagsgegenständen aus einer Zeit, in der der oft karge Fischfang über das Auskommen ganzer Familien entschied. Die Heimatstube dient zugleich als kleinstes Trauzimmer der Insel. Geöffnet ist sie in den Sommermonaten, ungefähr von Mai bis September, sonst nach Vereinbarung über die Kurverwaltung (Tel. 038375 20415). Die übrigen Hütten nutzen teils noch Fischer für ihr Material, teils beherbergen sie ein Fischrestaurant, Geschäfte und Räuchereien.


Praktischer Tipp: Die Heimatstube ist sehr klein. Das Ensemble ist zwar ebenerdig erreichbar, vor der Hütte liegt aber eine einzelne Stufe, und mit dem Rollstuhl ist der Innenraum nur eingeschränkt zugänglich. Verbinde den Besuch am besten mit dem Genuß eines Fischbrötchens aus einer der Räuchereien direkt nebenan.


Museum Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort

Auf halbem Weg zwischen Koserow und Zempin, direkt an der schmalsten Stelle der Insel, liegt einer der ungewöhnlichsten Museumsorte Norddeutschlands. Der Maler Otto Niemeyer-Holstein (1896–1984), geboren in Kiel, ließ sich 1933 hier nieder. Er nannte das Anwesen „Lüttenort“, nach seinem Segelboot „Lütter“, plattdeutsch für „Kleiner“. Ab 1936 diente ihm ein ausrangierter Berliner S-Bahn-Wagen als Atelier und Wohnung, zunächst nur im Sommer, ab 1939 ganzjährig. Um diesen Waggon herum wuchs über die Jahrzehnte ein Gesamtkunstwerk aus Wohnhaus, Atelier, Skulpturengarten und verspielter Architektur.


Niemeyer-Holstein gehörte mit Otto Manigk, Herbert Wegehaupt und Karen Schacht zum Kreis der später so genannten Usedomer Malerschule. Seine Bilder kreisen immer wieder um Meer, Licht und Küste. In seinem Testament verfügte er, dass Lüttenort so erhalten bleiben solle, wie es zu Lebzeiten war. Bis heute steht deshalb eine unvollendete Arbeit auf seiner Staffelei. Die benachbarte Neue Galerie zeigt wechselnde Ausstellungen zu seinem Werk und zum Usedomer Künstlerkreis, die Wechsel sind jeweils Mitte April und Mitte Oktober.


Besucherinfo:

  • Adresse: Lüttenort 1, direkt an der B 111.

  • Sommer (bis 11. Oktober 2026): Galerie und Garten Dienstag bis Sonntag 11–17 Uhr.

  • Winter (17. Oktober 2026 bis 11. April 2027): Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag 11–16 Uhr.

  • Führungen: Wohnhaus, S-Bahn-Waggon und Atelier sind nur mit Führung zugänglich, in der Regel um 12 und 14 Uhr.

  • Eintritt: Neue Galerie und Garten 13,50 € (ermäßigt 4,50 €), Familienkarte 22,50 €, Führung zuzüglich 11,00 € (ermäßigt 9,00 €).

  • Hunde: nur angeleint und nur im Garten.

  • Webadresse: https://www.atelier-otto-niemeyer-holstein.de


Der schmalste Inselpunkt Usedoms

Nirgendwo spürst Du so deutlich, dass Usedom eine Insel ist, wie am Ortsrand von Koserow Richtung Zempin. Zwischen Ostsee und Achterwasser liegen hier nur noch rund 300 Meter Land, in wenigen Minuten bist Du vom Ostseestrand hinüber zur stillen Bucht Rieck am Achterwasser gelaufen. Diese Enge hatte allerdings ihren Preis: In der Nacht vom 12. auf den 13. November 1872 durchbrach eine verheerende Sturmflut mit einer Fluthöhe von bis zu 3,5 Metern die Insel zwischen Zempin und Koserow und teilte Usedom in zwei Hälften. Das Vorwerk Damerow, erstmals 1500 erwähnt, wurde schwer beschädigt. Eine erneute Flut im Februar 1874 zerstörte es endgültig, der Ort wurde aufgegeben.


An die schlimmsten Durchbrüche von 1872, 1874 und 1972 erinnert heute ein Sturmflutdenkmal direkt neben dem Parkplatz am Koserower FKK-Strand. Wo damals das Meer durchbrach, schützt heute ein Riegeldeich die Landenge, und auf ihm verläuft der Usedom-Radweg. Wer mit dem Rad unterwegs ist, erlebt die schmalste Stelle der Insel also ganz nebenbei.


Insider-Tipp: Verbinde den schmalsten Inselpunkt mit einem Besuch des Atelier Otto Niemeyer-Holstein. Beide liegen nur wenige Gehminuten auseinander. Besonders stimmungsvoll ist der Abend, wenn Du am Achterwasser den Sonnenuntergang erlebst, nachdem Du am Morgen an der Ostsee den Sonnenaufgang gesehen hast.


Der Klimawald Koserow

Ganz in der Nähe der schmalsten Inselstelle wächst eine Sehenswürdigkeit, die noch jung ist und mit jedem Jahr eindrucksvoller wird. Unter der Regie des Forstamts Neu Pudagla sind hier gleich zwei Klimawälder entstanden, der Klimawald Koserow und der Klimawald Damerow. In Koserow wurden von 2011 bis 2013 auf knapp 3,5 Hektar Stieleichen gepflanzt. Die meisten Bäume sind inzwischen so gut angewachsen, dass der Wildschutzzaun schon wieder abgebaut werden konnte. Ein Bewohner fühlt sich hier allerdings besonders wohl: der Biber. Seinetwegen steht der eine oder andere Baum nicht mehr dort, wo er einst gepflanzt wurde. Im benachbarten Klimawald Damerow sind die Stieleichen auf rund 2 Hektar bereits etwa fünf Meter hoch, sodass Du schon durch den jungen Wald spazieren kannst.


Beide Flächen sind jederzeit frei zugänglich. Zum Klimawald Koserow gelangst Du über die B 111: Von Damerow kommend biegst Du am Ende des Waldstücks rechts über den unbeschrankten Bahnübergang ab und fährst etwa 100 Meter Richtung Achterwasser. Für den Klimawald Damerow parkst Du hinter den Bahngleisen am Forsthaus Damerow, überquerst die B 111 und folgst der Beschilderung.


Gut zu wissen: Die Klimawälder gehören zum Programm „Waldaktie“ des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Damit kannst Du als Urlauber neue Aufforstungen unterstützen und den CO₂-Fußabdruck Deiner Reise ein Stück weit ausgleichen.



Strand und Seebrücke Koserow


Der Koserower Strand: Breite, Lage und Wasserqualität

Der Strand von Koserow ist über nummerierte Zugänge von 6A bis 6N erschlossen. Bewacht sind die Abschnitte 6B bis 6M, sodass Du für den klassischen Familienbadetag genügend Auswahl an beaufsichtigten Bereichen hast. Zugang 6G an der Seebrücke ist explizit barrierefrei gestaltet, und bei den Rettungsschwimmern kannst Du kostenlos einen Strandrollstuhl ausleihen. Links der Seebrücke erwartet Dich flacher, dünengesäumter Strand, rechts davon beginnt bereits die Steilküste mit ihren Treppenanlagen hinunter zum Wasser.


Bei der Wasserqualität kann Koserow mit amtlichen Bestwerten punkten und erreicht schon seit Jahren die Note „ausgezeichnete Qualität". Die amtlichen Wassertemperaturmessungen für 2026 zeigen den typischen Ostsee-Verlauf: Anfang Mai lagen sie noch bei rund 10,5 °C, Anfang Juni bereits bei 15,4 °C und Anfang Juli bei angenehmen 17,5 °C.


Die mehrfach Geschwungene Seebrücke Koserow aus der Luft - Bild von Get Your Guide - AJUAB
Die mehrfach Geschwungene Seebrücke Koserow aus der Luft - Bild von Get Your Guide

Die neue Seebrücke Koserow (2021): Design und Ausblick

Koserow hat eine lange Seebrückengeschichte: Die erste Brücke stand von 1907 bis 1914, eine zweite wurde im harten Winter 1941/42 durch Eisgang zerstört. Die dritte Seebrücke, 1993 eröffnet, war 261 Meter lang, musste aber ab 2013 wegen Baufälligkeit gesperrt und 2019 abgerissen werden. Die neue Seebrücke wurde am 22. Juni 2021 offiziell eröffnet.


Mit rund 280 Metern Länge, 3,5 Metern Breite und 67 Gründungspfählen ist die aktuelle Brücke deutlich größer als ihre Vorgängerin und fällt vor allem durch ihre geschwungene, wellenförmige Linienführung auf. An ihr Ende haben die Planer bewusst eine Art „Sonnenaufgangskino" - eine nach Osten auf die Ostsee ausgerichtete Sitzlandschaft für 150 Gäste - gesetzt. Am Brückenkopf erhebt sich ein 8 Meter hoher Glockenturm, die Brücke selbst liegt rund 5 Meter über dem Wasser und ist durchgehend barrierefrei zugänglich.


Von der Seebrücke aus starten regelmäßig Schiffsausflüge in Richtung der Kaiserbäder, nach Swinemünde, Zinnowitz und sogar bis Rügen – ein schöner Programmpunkt, wenn Du Deinen Koserow-Aufenthalt mit einem Tagesausflug übers Wasser verbinden möchtest.


Hundestrand und Freizeit direkt am Wasser

Wer mit Hund anreist, findet in Koserow einen eigenen ausgewiesenen Hundestrand-Abschnitt zwischen den Zugängen 6H1 und 6I. In der Nebensaison, von Anfang Oktober bis Ende April, darfst Du Deinen Hund darüber hinaus auch an anderen Strandabschnitten mitnehmen – eine deutlich großzügigere Regelung als in der Hauptsaison. Wer textilfrei baden möchte, findet den offiziellen FKK-Bereich direkt anschließend ab Zugang 6J, von dort erstreckt er sich rund 1,2 Kilometer in Richtung Zempin unterhalb des Streckelsbergs – landschaftlich einer der reizvollsten FKK-Abschnitte der ganzen Insel. Toiletten stehen an mehreren Zugängen zur Verfügung, unter anderem an 6A, 6B, 6F, 6H1, 6I und 6K, sodass auch ein langer Strandtag gut zu planen ist.



Die schönsten Erlebnisse in und um Koserow


Attraktion im Fokus: Karls Erlebnis-Dorf

Direkt in Koserow, unter der Adresse Zum Erlebnis-Dorf 1, liegt eine der beliebtesten Familienattraktionen der ganzen Insel: Karls Erlebnis-Dorf. Der Park wurde 2016 eröffnet, erstreckt sich über mehr als 4 Hektar und hat das ganze Jahr über geöffnet, täglich von 8 bis 19 Uhr, in den Sommermonaten teils bis 20 Uhr. Der Eintritt selbst ist kostenlos, für die kostenpflichtigen Attraktionen gibt es eine Tageskarte ab rund 7,50 Euro pro Person. Mit mehr als 50 Attraktionen bietet der Park ein enormes Programm: von der Mini-Achterbahn K2 über die Kugeltrubel-Murmelbahn bis zum Streichelzoo und der Traktorbahn. Zahlreiche Attraktionen sind sogar komplett kostenfrei nutzbar, darunter das Indoor-Tobeland, die Hafenkran-Schaukel, die Kartoffelsack-Rutsche und ein kleiner Kinder-Bauernhof.



Karls ist als Unternehmen inzwischen an mehreren Standorten in Norddeutschland vertreten und verzeichnete 2024 unternehmensweit über 7,5 Millionen Besucher – die schiere Größe des Parks und sein ganzjähriger Betrieb machen ihn zu einem verlässlichen Ausflugsziel für Regentage genauso wie für Sonnentage.


🎡 Praktischer Tipp: Da Eintrittspreise und Attraktionsangebot sich von Saison zu Saison etwas ändern können, lohnt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Jetzt Ausflüge und Aktivitäten rund um Koserow entdecken* – praktisch, um Dir in der Hochsaison einen festen Programmpunkt zu sichern.


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Am Achterwasser von Usedom, Bild von Jürgen Lutschkowski,  CC BY-SA 3.0 - AJTAP
Am Achterwasser von Usedom, Bild von Jürgen Lutschkowski,  CC BY-SA 3.0

Achterwasser: Bootstouren, Angeln und Wassersport

Auf der anderen Seite des Ortes, nur wenige Gehminuten vom Ostseestrand entfernt, liegt das Achterwasser – eine flache Lagune eines Nebenarms der Oder, rund 3 Meter tief, etwa 15 Kilometer lang und bis zu 10 Kilometer breit. Weil das Wasser hier so flach ist, erwärmt es sich im Sommer deutlich schneller als die offene Ostsee, weshalb viele Familien mit kleinen Kindern die geschützte Achterwasserseite besonders schätzen. Der kleine Bootshafen von Koserow, dessen Hafenbecken 1964 in Eigenleistung entstand, eignet sich vor allem für kleinere Boote; größere Ausflugsfahrten starten meist im benachbarten Stagnieß oder in Zinnowitz.


Für Wassersportler ist das Achterwasser ein gutes Revier zum Windsurfen und Kiten, mit Surfschulen und Materialverleih vor allem am nahegelegenen Hafen Ückeritz, wo auch eine Segelschule ansässig ist. Angler finden Touristenfischereischeine in den Tourist-Informationen der Bernsteinbäder. Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, findet entlang des Koserower Deichs einen schönen Abschnitt mit weitem Blick über das Achterwasser – Teil der größeren „Kölpinsee-Runde", die insgesamt rund 49 Kilometer ab Heringsdorf misst.


Von Usedom aus werden Bootstouren angeboten, bei denen man Robben besichtigen kann - Bild von Geo Your Guide - AJUAA
Von Usedom aus werden Bootstouren angeboten, bei denen man Robben besichtigen kann - Bild von Geo Your Guide

Attraktion im Fokus: Schiffstour zur Greifswalder Oie und den Kegelrobben

Wer die wilde Seite der Ostsee vor Usedom erleben möchte, sollte sich eine Schiffstour zur Greifswalder Oie und zur Insel Ruden nicht entgehen lassen – auch ab Koserow buchbar. Die Rundfahrt führt Dich hinaus auf die offene Ostsee und vorbei an zwei besonderen Inseln: der Greifswalder Oie, einem streng geschützten Naturschutzgebiet mit dem einzigen linksdrehenden Leuchtturm der deutschen Ostseeküste, und der Insel Ruden, einer ehemaligen Lotseninsel. Beide Eilande sind für Besucher nur eingeschränkt zugänglich, weshalb die Betrachtung vom Schiff aus die beste Gelegenheit bietet, das Naturparadies zu erleben, ohne empfindliche Rückzugsräume für Vögel und Meeressäuger zu stören. Der besondere Höhepunkt der Fahrt liegt am sogenannten Oier Riff: Hier haben sich in den vergangenen Jahren wieder Kegelrobben angesiedelt, die lange als in der südlichen Ostsee ausgestorben galten – heute lassen sich hier, besonders im Frühjahr, mit etwas Glück und Wetterglück größere Gruppen der Meeressäuger beim Sonnen beobachten.


Ab Koserow dauert die Rundfahrt rund 3,5 Stunden, an anderen Einstiegsorten wie Swinemünde oder Heringsdorf variiert die Fahrzeit zwischen 2,5 und 8,5 Stunden. An Bord bekommst Du kundige Erläuterungen zur Region, den Kegelrobben und der Insel Oie, auf Deutsch und Polnisch. Da eine Sichtung der Tiere niemals garantiert werden kann, lohnt es sich, ein Fernglas mitzunehmen, um auch aus größerer Entfernung noch etwas zu erkennen.


In Koserow kann man Schiffsrouten zum Greifswalder Oie und zu Robben buchen - Bid von Get Your Guide - AJUAC
In Koserow kann man Schiffsrouten zum Greifswalder Oie und zu Robben buchen - Bid von Get Your Guide

🦭 Praktischer Tipp: Die Tour ist bis 24 Stunden vor Abfahrt kostenlos stornierbar, und Du kannst schon heute reservieren und erst später zahlen – ideal, um Dir in der Hochsaison einen Platz zu sichern, ohne Dich früh festzulegen. Jetzt ohne Anstehen Schiffstour zur Greifswalder Oie und den Kegelrobben ab Koserow sichern*


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Aktivitäten für Familien in und um Koserow

Neben Karls Erlebnis-Dorf hat Koserow noch mehr für Familien zu bieten: einen Spielplatz im Kurpark und einen weiteren namens „Am Strande" in unmittelbarer Strandnähe, dazu in der Kreuzstraße 8 eine der größten Minigolfanlagen an der deutschen Ostseeküste mit zwei Parcours und 36 Bahnen, an manchen Tagen sogar mit Nachtgolf bis 22 Uhr. Kulturell interessierte Gäste sollten einen Abstecher zum Atelier und Museum von Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort einplanen, in der Sommersaison täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Im Sommer lohnt sich außerdem das Seebrückenfest, das schon weit über 30 Mal ausgerichtet wurde, ebenso wie das jährliche Countryfest und die „Tanznächte am Meer".


Der Baumwipfelpfad bei Heringsdorf auf Usedom - Bild von GetYourGuide - AI171122
Der Baumwipfelpfad bei Heringsdorf auf Usedom - Bild von GetYourGuide

Attraktion im Fokus: Baumwipfelpfad Usedom in Heringsdorf

Ein besonders lohnender Tagesausflug von Koserow aus führt in den Heringsdorfer Kur- und Heilwald zum Baumwipfelpfad Usedom, einer der meistbesuchten Attraktionen der ganzen Insel. Der 2021 eröffnete Pfad misst insgesamt 1.350 Meter – davon 785 Meter reiner Baumwipfelpfad und 565 Meter Turmrampe – und führt bis auf 23 Meter über den Waldboden. Am Ende wartet ein 33 Meter hoher Aussichtsturm, der barrierearm mit einer maximalen Steigung von nur 6 Prozent zu erreichen ist; Rollstühle und Kinderwagen können also auf dem Baumwipfelpfad gut genutzt werden. Der Aussichtsturm wurde auf einem Berg errichtet, so dass Du Dich auf der finalen Aussichtsplattform auf immerhin 75 Metern über dem Meeresspiegel befindest - so hast Du einen weiten Blick über den Wald, entlang der Küste bis nach Polen und natürlich hinaus aufs Meer. Für den kompletten Besuch solltest Du 1,5 bis 2 Stunden einplanen, unterwegs sorgen mehrere Aussichtspunkte ein Holzspielplatz und eine Comic-Rallye für Abwechslung mit Kindern.


Baumwipfelpfad Heringsdorf Usedom Mutter erklärt Kindern Infotafel - Bild von Get your Guide - AI151321a
Baumwipfelpfad Heringsdorf Usedom Mutter erklärt Kindern Infotafel - Bild von Get your Guide

Geöffnet ist der Pfad an fast allen Tagen im Jahr, in der Regel von 9:30 bis 18:00 Uhr mit Kassenschluss eine Stunde vor Schließung, in bestimmten Zeiträumen sogar bis 21:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 14,00 Euro, ermäßigt 13,00 Euro, Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen 12,00 Euro, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei, und für Familien gibt es ein Kombiticket für 33,00 Euro. Wegen der Rücksicht auf die Tierwelt im Wald dürfen Hunde den Pfad grundsätzlich nicht betreten – Ausnahme sind Assistenzhunde –, an den Eingängen stehen dafür Hundeboxen mit Trinkwasser bereit.


🌳 Tipp für Deine Planung: Tickets für den Baumwipfelpfad lassen sich bequem online vorbuchen und sind unter anderem über gängige Aktivitäten-Plattformen erhältlich. Jetzt Tickets für den Baumwipfelpfad Usedom sichern* – besonders in der Hochsaison sparst Du Dir damit Wartezeit an der Tageskasse.


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BikiArt-Museum für Bademode in Ahlbeck auf Usedom - Bild GetYourGuide - AI171121
BikiArt-Museum für Bademode in Ahlbeck auf Usedom - Bild GetYourGuide

Attraktion im Fokus: Bikini Art Museum Usedom in Ahlbeck

Wer statt Wald und Aussichtsturm lieber Kulturgeschichte am Meer erleben möchte, sollte einen Abstecher zum BikiniARTmuseum Usedom einplanen, das an der Swinemünder Chaussee 16 in den Kaiserbädern liegt – genauer zwischen Heringsdorf und Ahlbeck, nur rund 10 Minuten von der polnischen Grenzstadt Świnoujście entfernt. Unter dem Motto „Die Welt geht baden" zeigt die Ausstellung rund 150 Jahre Geschichte der Bademode: von den Anfängen der Ostseebäder über die Erfindung des Bikinis 1946 bis hin zu Hollywood, mit einem Original-Baywatch-Badeanzug aus dem Londoner Design Museum, einer Badehose von David Hasselhoff und einem Bezug zu Elizabeth Taylor. Geöffnet ist das Museum täglich von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt kostet 15 Euro für Erwachsene, 12 Euro ermäßigt und 10 Euro für Senioren – Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt, was einen Familienbesuch besonders attraktiv macht. Für die Besichtigung solltest Du 60 bis 90 Minuten einplanen; vor Ort stehen rund 100 Pkw- und 20 Busparkplätze zur Verfügung, das Haus ist zudem rollstuhlgerecht.



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Ausflug entlang der Bernsteinbäder-Kette: Zempin, Loddin/Kölpinsee und Ückeritz

Wenn Du schon in Koserow bist, lohnt sich unbedingt ein Tag für die Nachbarorte entlang der Bernsteinbäder-Kette. Nur wenige Kilometer nordwestlich liegt Zempin, das kleinste Seebad der Insel, mit einer beschaulichen Hafenidylle am Achterwasser und einem kleinen Heimatmuseum. Südöstlich schließen sich Loddin und Kölpinsee an, wo mit dem rund 40 Meter hohen Teufelsberg eine weitere markante Erhebung wartet, sowie das naturnahe Ückeritz mit seinem 7 Kilometer langen Strand, einer langen Künstlerkolonie-Tradition und guten Camping-Möglichkeiten direkt am Wald. Alle vier Orte lassen sich bequem mit der Bahnlinie RB 23 oder dem durchgehenden Küstenradweg verbinden, sodass ein Tagesausflug ohne eigenes Auto problemlos möglich ist.


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Drei lächelnde Menschen stehen mit weißen Fahrrädern und Weidenkörben am Strand, im Hintergrund Meer und Himmel.

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Der Streckelsberg: Usedoms schönste Steilküste


Wanderwege und Aussichtspunkte

Direkt nördlich von Koserow erhebt sich der Streckelsberg – eine sogenannte Kliffranddüne, die während der letzten Eiszeit als Stauchendmoräne entstand und heute mit rund 58 Metern die dritthöchste Erhebung der gesamten Insel Usedom bildet, nach dem Golm und dem Kückelsberg. An der Außenküste, also direkt am Meer, ist er sogar die größte Erhebung überhaupt, auch wenn er gelegentlich fälschlich zum „höchsten Punkt der Insel" hochstilisiert wird. Seit dem 12. Dezember 1957 steht der Streckelsberg unter Naturschutz und liegt heute im Naturpark Insel Usedom. Eine beliebte Route führt als rund 6 Kilometer lange Rundtour über den Streckelsberg bis zum Nachbarort Kölpinsee und wieder zurück. Von den Aussichtspunkten reicht der Blick bei klarer Sicht bis zu den Kreidefelsen Rügens und hinüber zur polnischen Insel Wolin.


In den vergangenen 300 Jahren hat die Ostsee rund 250 Meter des Streckelsbergs abgetragen. Um dem entgegenzuwirken, wurden 1995 zwei Wellenbrecher sowie eine dreiteilige Brandungsmauer und eine Sandvorspülung angelegt – ein Küstenschutzprojekt, das den eindrucksvollen Steilhang bis heute erhält. Wer genau hinschaut, entdeckt zudem die über 180 Jahre alten Buchen aus einer gezielten Aufforstung durch Oberförster Schrödter in den Jahren 1818/19.


Die Räuberkuhle und die Sage vom Störtebeker

Kein Ausflug auf den Streckelsberg ist komplett ohne die dazugehörigen Sagen. Die bekannteste rankt sich um den Piraten Klaus Störtebeker, der hier in den Wäldern des Berges der Legende nach seine Beute versteckt haben soll, am sagenkundlich überlieferten Ort namens „Räuberkuhle am Streckelsberg". Der Heimatforscher Alfred Haas dokumentierte diese Sage bereits 1904 und verband sie mit den sogenannten Vitalienbrüdern, zu denen neben Störtebeker auch der weniger bekannte Götke Micheel gehörte. Neben dem Störtebeker-Versteck ranken sich am Streckelsberg noch weitere Sagenmotive: ein Hünengrab, Zwerge und eine geheimnisvolle Bernsteinjungfrau – ganz zu schweigen von der bereits erwähnten Bernsteinhexe Maria Schweidler und der versunkenen Stadt Vineta.


⚠️ Zur Klarstellung: Manche älteren Reiseberichte sprechen von einem „Klaussee" am Streckelsberg. Ein solcher See lässt sich in keiner verlässlichen Quelle nachweisen – hier liegt vermutlich eine Verwechslung mit dem Namen „Klaus Störtebeker" vor. Der eigentliche, historisch belegte Sagenort heißt „Räuberkuhle".


Naturschutz und Landschaft

Der Streckelsberg ist nicht nur wegen seiner Sagen und seiner Aussicht sehenswert, sondern auch botanisch und ornithologisch ein echtes Kleinod. Im Frühjahr blühen hier Leberblümchen und mehrere seltene Orchideenarten, in den Wäldern brüten Rotkehlchen, Zaunkönig, Pirol, Waldkauz und Habicht, während an der Küste Kormoran, Eiderente, Eisente und Haubentaucher zu beobachten sind – ein Paradies für alle, die gerne mit dem Fernglas unterwegs sind. Auf dem Gipfelplateau steht zudem ein ehemaliger Beobachtungsturm der Wehrmacht, dessen militärische Nutzung erst 1997 endgültig endete.


🥾 Wander-Tipp: Plane für die Runde über den Streckelsberg mindestens zwei Stunden ein, feste Schuhe sind wegen der teils steilen und sandigen Passagen empfehlenswert. Der schönste Zeitpunkt für die Tour ist der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag, wenn das Licht über der Ostsee besonders eindrucksvoll auf die Steilküste fällt.



Wo in Koserow übernachten?


Preisniveau und bekannte Unterkünfte

Koserow bietet ein breites Spektrum an Unterkünften, vom klassischen Strandhotel bis zur familiengeführten Ferienwohnung. Bekanntestes Haus in der Hauptstraße 58 ist das Hotel Hanse Kogge mit Preisen ab rund 256 Euro pro Person für 3 bis 5 Nächte. Direkt am Triftweg liegt das SEETELHOTEL Nautic Usedom Hotel & Spa, ein größeres Wellnesshotel mit Preisen zwischen rund 62 und 211 Euro pro Zimmer und Nacht je nach Saison. Zwischen Ostsee und Achterwasser gelegen ist außerdem das Hotel Forsthaus Damerow mit 68 Zimmern, und mit Upstalsboom Koserow ist auch diese bekannte norddeutsche Hotelkette vor Ort vertreten.


Für Ferienwohnungen zeigen Marktdaten einen Durchschnittspreis von rund 115 Euro pro Nacht, der im Juli auf etwa 163 Euro steigt und im Januar auf rund 96 Euro sinkt. Insgesamt sind mehrere Hundert Ferienwohnungen in Koserow über verschiedene Portale buchbar – ein Zeichen dafür, wie ausdifferenziert der private Vermietungsmarkt in diesem Bernsteinbad inzwischen ist.



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Koserow Nautic Usedom Hotel & Spa Zimmer - Bild von Expedia
Koserow Nautic Usedom Hotel & Spa Zimmer - Bild von Expedia

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Camping in und um Koserow

Direkt in Koserow, an der Adresse Am Sandfeld 5, liegt der Campingplatz Am Sandfeld mit 150 Urlauberplätzen, davon 120 parzelliert, sowie 30 Dauercamperplätzen und drei Mietunterkünften. Konkrete Preise für 2026 sind für diesen Platz nicht gesondert ausgewiesen; zur Orientierung liegen die Tagessätze der benachbarten Campingplätze in Zempin und Ückeritz je nach Saison zwischen rund 7 und 14 Euro für Erwachsene und 10 bis 18 Euro für Wohnmobilstellplätze. Für Wohnmobile ohne festen Campingplatz gibt es zudem den Stellplatz „Am Autokino" an der Alten B 111.


Kurabgabe 2026

Für Deinen Aufenthalt in Koserow fällt 2026 die folgende Kurabgabe an, die von der Gemeindevertretung offiziell beschlossen wurde:

Zeitraum

Betrag pro Person und Aufenthaltstag

Nebensaison (1. Januar – 31. März und 1. November – 31. Dezember 2026)

3,30 €

Hauptsaison (1. April – 31. Oktober 2026)

3,70 €

Kinder unter 6 Jahren

frei

Jahreskurabgabe (Zweitwohnung, Dauercamper, Dauerlieger)

124,20 €

⚠️ Die Kurabgabe wird in der Regel direkt über den Vermieter oder das Hotel eingezogen; Tagesgäste erhalten die entsprechende UsedomCard in der Tourist-Information oder am Kurkartenautomaten am Torfloch-Parkplatz.


Lagevergleich: Ortskern, Achterwasserseite und Strandnähe

Wer die kürzesten Wege zum Strand und zur Seebrücke sucht, ist im Bereich rund um die Hauptstraße und den Kurplatz am besten aufgehoben – hier findest Du auch die meiste Gastronomie und die Tourist-Information. Etwas ruhiger, dafür mit Blick auf das Achterwasser, wohnst Du im Bereich um den Bootshafen und Richtung Förster-Schrödter-Straße, von wo Du auch zum FKK-Strand und zum Streckelsberg kurze Wege hast. Wer viel mit Kindern unterwegs ist, sollte auf die Nähe zu Karls Erlebnis-Dorf am südlichen Ortsrand achten – von dort sind die Wege zum Strand allerdings etwas länger, sodass sich ein eigenes Fahrzeug oder Fahrrad lohnt.



Fischgericht - Bild von Stefan Schweihofer auf Pixabay - AI171113
Fischgericht - Bild von Stefan Schweihofer auf Pixabay

Kulinarik in Koserow


Koserow bietet für seine Größe ein überraschend vielseitiges gastronomisches Angebot. Direkt an der Seebrücke lädt die Koserower Salzhütte mit frischem Fisch zu einer Stärkung ein. In der Karlstraße 17 serviert Kelch's Fischrestaurant ab Ostern regionale Fischgerichte, und im Hotel Nautic findest Du mit dem Restaurant Oberdeck eine gehobene Hotelgastronomie-Option. Das Restaurant Hanse Kogge in der Hauptstraße 58 hat täglich von 13 bis 21 Uhr geöffnet, während das Forsthaus Damerow Küche zwischen Wald und Achterwasser bietet.


Für internationale Küche sorgen das griechische Restaurant Santorini in der Förster-Schrödter-Straße sowie Da Camillo am Strand mit italienischer Küche und Steaks. Für die süße Pause empfiehlt sich das Eiscafé Iris in der Hauptstraße, und für einen gemütlichen Abend eignen sich die Joko Bar & Lounge sowie die Riff-Lounge. Ein besonderes Erlebnis bieten außerdem die Fischräuchereien Sadewasser und Udo's direkt am Seebrückenvorplatz – frisch geräucherter Fisch zum Mitnehmen, ideal für ein spontanes Picknick am Strand.



Beste Reisezeit für Koserow


Klima Monat für Monat

Für Usedom insgesamt liegt folgende Klimatabelle vor (Lufttemperatur maximal/minimal und Wassertemperatur, jeweils in °C):

Monat

Luft max

Luft min

Wasser

Januar

3

−1

3

Februar

4

−1

2

März

6

1

3

April

10

3

6

Mai

16

8

11

Juni

19

12

15

Juli

21

14

18

August

21

14

19

September

17

10

16

Oktober

12

6

12

November

7

3

8

Dezember

4

0

5

Die Jahresmitteltemperatur der Insel liegt bei 8,5 °C, dazu kommen mit rund 1.906 Sonnenstunden im Jahr deutlich mehr Sonnenstunden als im Bundesdurchschnitt von etwa 1.650 Stunden. Speziell für Koserow liegen lokale Messwerte der Wassertemperatur vor, die im Jahresmittel bei rund 10 °C liegen, mit einem Höchststand im August von rund 20 °C.


Hauptsaison vs. Vor- und Nachsaison

Die klassische Badesaison liegt zwischen Juni und August, wenn sowohl Luft- als auch Wassertemperaturen ihre Höchstwerte erreichen und das gesamte touristische Programm in vollem Betrieb läuft. Mai und September eignen sich hervorragend für ruhigere Wanderungen über den Streckelsberg oder einen entspannten Besuch der Seebrücke, ohne die volle Hochsaison-Auslastung. In der Nebensaison, also von November bis März, sinken die Temperaturen deutlich, dafür sinkt auch die Kurabgabe, und viele Unterkünfte bieten laut Marktbeobachtungen rund 30 bis 50 Prozent niedrigere Preise.


💡 Packliste-Tipp: Auch im Hochsommer lohnt sich wegen der stets möglichen Ostseeschauer eine leichte Regenjacke im Gepäck. In der Nebensaison sind warme Schichten, feste Schuhe für Wanderungen auf dem Streckelsberg und eine winddichte Jacke für Spaziergänge auf der Seebrücke Pflicht.



Wie lange lohnt sich ein Aufenthalt in Koserow?


Kurztrip oder längerer Urlaub?

Für einen kompakten Besuch mit Seebrücken-Spaziergang, einem Strandtag und einem Ausflug auf den Streckelsberg reichen zwei bis drei Nächte gut aus. Wer zusätzlich noch Zeit für einen ganzen Tag in Karls Erlebnis-Dorf, eine Bootstour auf dem Achterwasser oder einen Abstecher zu den Nachbarorten Zempin, Loddin und Ückeritz einplanen möchte, sollte eher vier bis fünf Nächte einkalkulieren. Wer außerdem noch die Attraktionen der Kaiserbäder – Baumwipfelpfad und BikiniARTmuseum – mitnehmen will, kann problemlos eine ganze Woche in Koserow verbringen, ohne dass es langweilig wird.


Ein Beispielprogramm für 3 bis 4 Tage in Koserow

  1. Tag 1 – Ankommen und Seebrücke: Anreise, Einchecken, erster Spaziergang zur neuen Seebrücke und entlang der Promenade mit Blick auf die Ostsee.

  2. Tag 2 – Strand und Streckelsberg: Vormittags Strandtag an einem der bewachten Abschnitte, nachmittags Wanderung auf den Streckelsberg mit Blick bis nach Rügen.

  3. Tag 3 – Familientag in Karls Erlebnis-Dorf: Ein ganzer Tag im Freizeitpark, je nach Wetter mit Indoor- und Outdoor-Attraktionen, am Abend Fischessen an der Seebrücke oder in einer der Fischräuchereien.

  4. Tag 4 – Ausflug und Abreise: Vormittags Bootstour oder Radtour am Achterwasser, alternativ ein Abstecher zum Baumwipfelpfad oder BikiniARTmuseum in den Kaiserbädern, bevor es zur Abreise geht.

Wer länger bleibt, ergänzt das Programm gut um einen Tagesausflug entlang der gesamten Bernsteinbäder-Kette bis Ückeritz oder eine ausgiebige Wellness-Session in einem der Hotels mit Spa-Bereich.



Usedom Bäderbahn - Bild von Erich Westendarp auf Pixabay - AI171136
Usedom Bäderbahn - Bild von Erich Westendarp auf Pixabay

Koserow ohne Auto erreichen und nutzen


Mit der Bahn: nächstgelegene Haltepunkte

Koserow verfügt mit dem Haltepunkt „Koserow" über einen eigenen Bahnanschluss am südöstlichen Ortsrand. Hier verkehrt die Usedomer Bäderbahn (Linie RB 23) im Wesentlichen stündlich zwischen Züssow beziehungsweise Stralsund im Norden und Świnoujście Centrum im Süden, mit Zwischenstopps unter anderem in Zinnowitz, Zempin und Kölpinsee. Nach Zinnowitz dauert die Fahrt rund 8 Minuten, nach Bansin etwa 18 Minuten. Direktverbindungen von Berlin gibt es nicht, hier ist ein Umstieg in Züssow nötig, die Gesamtfahrzeit liegt bei rund 3 bis knapp 4 Stunden. Der neue Usedom-Tarif gilt seit dem 1. Januar 2026, eine Fahrrad-Tageskarte kostet zusätzlich 8,50 Euro.


💡 Hinweis zur Ortslage: Der Haltepunkt liegt am südlichen Ortsrand, bis in den nördlichen Teil des Ortes sind es teils bis zu 1,5 Kilometer – für Gepäck oder bei schlechtem Wetter lohnt sich hier ein Taxi.


Mit dem Flugzeug

Der Flughafen Heringsdorf (IATA-Code HDF) ist der einzige Verkehrsflughafen der Insel und liegt rund 27 Kilometer von Koserow entfernt, was mit Bahn und Bus etwa eine Stunde Fahrzeit bedeutet. Die Flugsaison 2027 wird geplant mit Flügen nach Kassel (immer samstags), Luxemburg (Flugzeitraum: 01.05.2027 – 16.10.2027, Flugzeug: Bombardier DH8-Q400, Fluggesellschaft: Luxair, immer samstags) und Zürich (Flugzeitraum: 26.06.2027 – 21.08.2027, Flugzeug: Embraer E190-E2, Fluggesellschaft: SWISS - durchgeführt von helvetic airways -, immer samstags).


Zu Fuß und mit dem Fahrrad entlang der Bernsteinbäder

Der Ostseeküsten-Radweg führt direkt durch Koserow und verbindet den Ort nahtlos mit den Nachbarbädern Zempin und Kölpinsee sowie mit dem Inselnorden. Zwischen Koserow und Bansin sind einige längere An- und Abstiege zu bewältigen, ein Hinweis für die Tourenplanung mit Kindern. Für die komplette Inseltraverse von Peenemünde bis Ahlbeck solltest Du rund 42 Kilometer beziehungsweise 3 bis 3,5 Stunden reine Fahrzeit einplanen. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann die rund 11 Kilometer lange Küstenwanderung von Koserow bis Zinnowitz in etwa 2,5 Stunden bewältigen.



Die UsedomCard

Als Übernachtungsgast bekommst Du nach Zahlung der Kurabgabe automatisch die UsedomCard von Deinem Vermieter, Tagesgäste erhalten sie in der Tourist-Information oder an Kurkartenautomaten. Die Karte ermöglicht Dir in Koserow die ticketfreie Nutzung der Bahnlinien RB 23 und RB 24 im aufgedruckten Geltungsbereich, dazu Strandnutzung, Zugang zu insgesamt fünf Seebrücken der Insel, den Kur- und Kinderheilwald, zahlreiche Spielplätze, kostenfreie Veranstaltungen sowie Rabatte bei verschiedenen Vorteilspartnern. Anerkannt wird sie insel- und gemeindeübergreifend, unter anderem in Ahlbeck, Heringsdorf, Bansin, Ückeritz, Loddin, Koserow, Zempin, Zinnowitz, Trassenheide, Karlshagen und weiteren Orten – ein echter Mehrwert, wenn Du während Deines Aufenthalts mehrere Bäder besuchen möchtest.



Porsche Oldtimer vor Baum-Allee - Bild von Pixabay - AI171120
Porsche Oldtimer vor Baum-Allee - Bild von Pixabay

Koserow mit dem Auto


Anreise und Routen

Aus Richtung Hamburg fährst Du über die A1 und A20 bis zur Abfahrt Gützkow und weiter über die B 111 Richtung Wolgast zur Peenebrücke. Aus Richtung Berlin nimmst Du die A11 und A20 bis zur Abfahrt Pasewalk-Süd und fährst dann über die B 109 und B 110 zur Zecheriner Brücke. Beide Klappbrücken öffnen mehrmals täglich für den Schiffsverkehr – üblicherweise zwischen 5:45 und 6:15 Uhr, 7:45 und 8:15 Uhr sowie am Nachmittag und Abend, wobei die genauen Zeiten je nach Saison variieren. Seit dem 30. Juni 2023 steht mit dem 1,8 Kilometer langen und mautfreien Swinetunnel eine dritte, staufreie Verbindung auf die Insel zur Verfügung.


Parkzonen und Gebühren in Koserow

In Koserow stehen mehrere öffentliche Parkplätze zur Verfügung, unter anderem am Bahnhof, am FKK-Strand, an der Förster-Schrödter-Straße sowie am zentral gelegenen Torfloch-Parkplatz in der Hauptstraße. Die aktuell gültige Parkgebührenverordnung stammt aus dem Jahr 2022 und gilt seit dem 1. April desselben Jahres – eine neuere Fassung für 2026 liegt bislang nicht vor. Die wichtigsten Sätze im Überblick:

Parkplatz

Zeitraum

Pkw

Wohnmobil

Parkplatz Seeblick, Hauptstraße

täglich 8–22 Uhr

1. Stunde 1,00 €, jede weitere 1,50 €

–

Parkplatz FKK-Strand

täglich 8–22 Uhr

1. Stunde 1,00 €, jede weitere 1,00 €, Tageskarte 5,00 €

Tageskarte 8,00 €

Förster-Schrödter-Straße

ganztägig

Tageskarte 4,00 €, Wochenkarte 20,00 €

Tageskarte 7,00 €

⚠️ Stand der Angaben: Diese Sätze beruhen auf der Parkgebührenverordnung von 2022, der aktuell einzigen offiziell gültigen Fassung. Prüfe vor Ort dennoch am Parkscheinautomaten oder in der App PARCO, ob zwischenzeitlich Anpassungen vorgenommen wurden.



Häufig gestellte Fragen zu Koserow (FAQ)


Was unterscheidet Koserow von den anderen Bernsteinbädern?

Koserow gilt unter den vier Bernsteinbädern – Zempin, Loddin/Kölpinsee, Ückeritz und Koserow selbst – als das größte und touristisch lebendigste, mit eigener Seebrücke, klassischem Seebadbetrieb und dem Freizeitpark Karls Erlebnis-Dorf direkt vor Ort. Zempin ist dagegen das kleinste Seebad der Insel, Loddin und Kölpinsee sind ruhiger und dörflicher am Achterwasser gelegen, und Ückeritz punktet vor allem mit Naturnähe und Camping-Möglichkeiten.


Ist Koserow familienfreundlich?

Ja, sehr. Karls Erlebnis-Dorf mit mehr als 50 Attraktionen liegt direkt in Koserow, dazu kommen zwei Spielplätze, eine der größten Minigolfanlagen an der deutschen Ostseeküste und ein barrierefreier Strandzugang mit kostenlosem Strandrollstuhl. Kinder unter 6 Jahren sind zudem von der Kurabgabe befreit.


Wie hoch ist die Kurabgabe in Koserow 2026?

In der Nebensaison (1. Januar bis 31. März sowie 1. November bis 31. Dezember 2026) zahlst Du 3,30 Euro pro Person und Aufenthaltstag, in der Hauptsaison (1. April bis 31. Oktober 2026) 3,70 Euro. Kinder unter 6 Jahren sind befreit, die Jahreskurabgabe beträgt 124,20 Euro.


Wo dürfen Hunde in Koserow an den Strand?

Der offizielle Hundestrand liegt zwischen den Strandzugängen 6H1 und 6I. Von Oktober bis April dürfen Hunde zusätzlich auch an anderen Strandabschnitten mitgeführt werden.


Was kostet Parken in Koserow?

Je nach Parkplatz zahlst Du zwischen 1,00 Euro für die erste Stunde (Parkplatz Seeblick) und einer Tageskarte für 4,00 bis 5,00 Euro (Förster-Schrödter-Straße beziehungsweise FKK-Strand-Parkplatz). Diese Sätze gehen auf die Parkgebührenverordnung von 2022 zurück, der aktuell gültigen Fassung.


Lohnt sich ein Besuch außerhalb der Sommersaison?

Ja, vor allem preislich und atmosphärisch: In der Nebensaison sinkt sowohl die Kurabgabe als auch das allgemeine Preisniveau bei Unterkünften spürbar, und Hunde dürfen von Oktober bis April an praktisch allen Strandabschnitten mit an den Strand. Zu bedenken ist dabei das deutlich kühlere Klima zwischen November und März – dafür zeigt sich der Streckelsberg in dieser Zeit besonders ruhig und ursprünglich.


 
 

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