Camogli:
Buntes Fischerdorf am Golfo Paradiso


Camogli am Abend - Bild von Joel Fazhari auf Pixabay
Hafenimpressionen, Boote in Camogli - Bild von Domenico Farone auf Pixabay
Warum sich Camogli für deinen Urlaub lohnt
Camogli lohnt sich für Urlauber vor allem deshalb, weil der Ort sofort alles liefert, was man von einem Küstenstädtchen in Ligurien erwartet: farbenfrohe Häuser, ein kleiner Hafen, der Strand direkt vor der Altstadt und dazu der Naturpark Portofino als riesiger Spielraum für Ausflüge und Wanderungen. Für Leser, die weniger Massenbetrieb und mehr echtes Alltagsitalien suchen, ist Camogli deshalb einer der überzeugendsten Orte an der italienischen Riviera.
Themen in diesem Artikel
-
Warum sich Camogli für deinen Urlaub lohnt
Das Besondere an Camogli auf einen Blick; Für wen ist Camogli der richtige Ort?
Wo liegt Camogli genau? Der Charakter des Ortes: kompakt, bunt, lebendig; Camogli im Jahreslauf – wann ist es wie?
Strand & Uferpromenade – Baden vor der Altstadtkulisse; Der kleine Hafen – Herz des Fischerdorfs; Mittelalterliche „Insel“ & die Basilika Santa Maria Assunta; Die engen Gassen und Treppen im Ortskern
Castello della Dragonara – kleine Festung über dem Meer; Kirchen & Heiligtümer rund um Camogli; Museo Marinaro – Camoglis maritime Vergangenheit
Im Naturpark Portofino – Wandern mit Meerblick; Punta Chiappa – Felszunge im Meer; San Nicolò di Capodimonte – romanische Kirche über dem Meer; Meeresschutzgebiet & Tauchen
San Fruttuoso – Klosterbucht und Cristo degli Abissi; Portofino – das berühmte Nachbardorf; Santa Margherita Ligure & Rapallo – weitere Ziele am Golfo del Tigullio; Genua & Cinque Terre – Tagesausflüge per Bahn

Zoom auf Häuser der Camogli Altstadt - Bild von Ricardo Gomez Angel bei Unsplash
Das Besondere an Camogli auf einen Blick
Camogli ist ein typisches Dorf an der Küste Liguriens, das sich fast komplett in die Höhe zieht und dessen Häuser wie eine bunte Kulisse direkt an Strand und Meer lehnen. Genau diese ungewöhnliche Bauweise macht den Ort so markant: enge Gassen, Treppen, Durchgänge und hohe Fassaden prägen das Stadtbild und sorgen dafür, dass sich Camogli deutlich von vielen anderen Badeorten unterscheidet. Besonders schön ist, dass der Ort nicht nur hübsch wirkt, sondern lebendig geblieben ist: Im Hafen liegen Fischerboote, am Ufer sitzen Einheimische und Besucher nebeneinander, und entlang der Promenade findest du Cafés, Eisdielen und kleine Lokale mit Meerblick.
Ein weiterer Reiz ist die Lage: Camogli liegt am westlichen Rand des Vorgebirges von Portofino, gehört zum Naturpark Portofino und liegt direkt am Meeresschutzgebiet Portofino. Das bedeutet für dich ganz praktisch: Du kannst morgens am Strand sitzen, mittags durch den Ort bummeln und am Nachmittag schon auf einem Panoramaweg mit Blick auf Meer, Punta Chiappa oder San Fruttuoso unterwegs sein. Dazu kommen gute Anbindungen per Bahn und Boot, sodass Camogli nicht nur schön, sondern auch sehr gut für einen aktiven Urlaub organisiert ist.
Für wen ist Camogli der richtige Ort?
Camogli ist besonders passend für Paare, die einen romantischen Ort mit Meerblick, kleinen Restaurants und abendlicher Promenadenstimmung suchen. Es ist ebenso gut für Ruhesuchende, die ein echtes Küstendorf mit entspanntem Rhythmus bevorzugen, statt eines mondänen und teuren Schauplatzes wie Portofino. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, profitiert zusätzlich davon, dass sich der Ort kompakt erkunden lässt und viele schöne Wege direkt in den Naturpark Portofino starten.
Auch Familien können in Camogli gut Urlaub machen, vor allem wenn sie einen Ort suchen, an dem Strand, Spaziergänge, Bootstouren und einfache Ausflüge gut kombinierbar sind. Die Materialsammlung zeigt außerdem, dass der Ort auf Barrierefreiheit und zugängliche Angebote achtet, etwa mit behindertengerechten Strandabschnitten, Aufzügen und unterstützenden Angeboten am Wasser. Für Tagesgäste aus Genua ist Camogli ebenfalls ideal, weil der Zug schnell fährt und der Ort mit Bahnhof, Hafen und Promenade viel Urlaub in kurzer Zeit bietet.
Weniger geeignet ist Camogli für alle, die vor allem luxuriöses Sehen-und-gesehen-Werden suchen oder einen breiten, klassischen Ferienort mit endloser Strandlinie und viel Unterhaltung erwarten. Auch wer einen Ort nur nach dem Motto „möglichst billig und möglichst anonym“ auswählt, wird hier nicht unbedingt glücklich, denn Camogli lebt stark von Atmosphäre, Charakter und der besonderen Verbindung von Meer, Geschichte und Landschaft. Genau das macht den Ort aber für deinen Artikel so stark: Camogli ist kein austauschbares Badeziel, sondern ein Reiseziel mit echter Identität.

Ligurien Camogli Blick auf Hafen - Gianluca auf Pixabay
Lage, Überblick & erste Orientierung
Wo liegt Camogli genau?
Camogli liegt am Golfo Paradiso an der ligurischen Riviera di Levante, also an der Ostküste der Region Ligurien. Der Ort schmiegt sich an die Westseite der Portofino-Halbinsel und gehört gleichzeitig zum Naturpark Portofino sowie zum Meeresschutzgebiet Portofino. Von Genua aus erreichst du Camogli in rund 20 Minuten mit dem Zug, während Santa Margherita Ligure, Rapallo und Portofino östlich der Halbinsel liegen und mit Bahn und Boot gut angebunden sind.
Die Gemeinde erstreckt sich vom Meeresspiegel bis hinauf zum Monte di Portofino und verbindet so Küste, Hügel und geschützte Natur in einem relativ kleinen Gebiet. Praktisch heißt das: Du kannst morgens im Golfo Paradiso baden, mittags durch die Gassen der Altstadt von Camogli streifen und nachmittags schon auf einem Panoramaweg Richtung San Rocco, Punta Chiappa oder San Fruttuoso unterwegs sein.
Der Charakter des Ortes: kompakt, bunt, lebendig
Camogli ist ein Dorf, das sich „vertikal“ entwickelt hat: hohe, schmale Häuser, dicht an dicht, unterbrochen von engen Gassen, Treppen und gewölbten Durchgängen. Die farbenfrohen Fassaden ziehen sich wie eine Kulisse entlang der Uferpromenade Via Garibaldi bis hinauf zur Basilika Santa Maria Assunta auf der alten „Insel“ – ein Bild, das vielen Reisenden sofort im Gedächtnis bleibt. Dahinter verzweigt sich ein Netz aus carruggi, kleinen Plätzen und Höfen, in denen du Geschäfte mit Keramik, Schmuck und ligurischem Kunsthandwerk findest.
Herz des Ortes ist der kleine Hafen unterhalb der Basilika, in dem Fischerboote, Netze und Ausflugsboote dicht nebeneinander liegen. Dank der geringen Größe lässt sich Camogli komplett zu Fuß erkunden: Strand, Promenade, Hafen, Basilika, Castello und die wichtigsten Gassen liegen wenige Minuten voneinander entfernt, sodass du schnell ein Gespür für den Ort bekommst.
Camogli im Jahreslauf – wann ist es wie?
Camogli profitiert von seiner besonderen Lage am Hang und vom Schutz der Berge im Rücken, sodass ein mildes Klima typisch für viele Orte an der Ostküste von Genua ist. Im Frühling liegen die Tageswerte meist im angenehmen Bereich von rund 14 bis 21 Grad, die Natur rund um den Monte di Portofino ist frischgrün und die Wanderwege sind ideal nutzbar, während der Ort noch deutlich ruhiger ist als im Hochsommer.
Im Sommer wird es warm bis heiß mit häufig um die 24 bis 28 Grad am Tag, das Wasser erreicht bis zu etwa 25 Grad und der Strand vor der Altstadt füllt sich – ideal für Badeurlauber, aber entsprechend lebhaft. Der Herbst ist oft lange mild: September und Oktober bringen noch viele sonnige Tage, das Meer ist aufgeheizt, und Wanderungen durch den Naturpark Portofino sind besonders reizvoll, auch wenn im Spätherbst mehr Regen fallen kann. Im Winter bleibt es für norddeutsche Verhältnisse vergleichsweise mild mit Tagestemperaturen um 10–12 Grad; dann zeigt Camogli seine ruhige, fast filmreife Seite, wenn Promenade und Gassen deutlich leerer sind und du den Ort sehr authentisch erlebst.
Detailliert widmen wir uns dieser wichtigen Frage in unserem umfasenden Artikel „Die beste Reisezeit für Ligurien“

Hausfassadendetail und Blick auf den Hafen von Camogli - Bild von Gianluca auf Pixabay
Anzeige

✈️ Jetzt deine Traumreise nach Camogli buchen!
Du hast nun alle Infos über das schöne Camogli – jetzt fehlt nur noch die Buchung! Mit einer Pauschalreise von Check24 sparst du Zeit und Geld: Flug, schönes Hotel und viele Leistungen sind inklusive. Alles aus einer Hand, mit 24/7-Kundenservice.
💡 Preisgarantie: Du buchst zum besten Preis dank der "Nirgendwo Günstiger Garantie"
✅ Kostenlos stornierbar: Bei vielen Angeboten kannst Du bis 24 Stunden vor Abreise kostenlos stornieren – buche jetzt, entscheide später!
Wenn Du auf einen Affiliate-Link (*) im Text klickst und über diesen Link buchst, bekommen die Betreiber dieser Internetseite von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Damit unterstützt Du den Betrieb dieser Seite, ohne dass sich für Dich der Preis verändert.
Die schönsten Ecken von Camogli
Wer Camogli wirklich verstehen will, sollte sich nicht nur durch den Ort treiben lassen, sondern die schönsten Ecken bewusst entdecken. Genau hier zeigt sich, warum Camogli so viel mehr ist als nur ein hübscher Badeort: Der kleine Hafen, die Promenade, die Basilika auf der „Insel“, die engen Gassen und die Aussichtspunkte oberhalb des Ortes greifen so eng ineinander, dass jeder Spaziergang neue Perspektiven eröffnet.
Besonders reizvoll ist, dass in Camogli Meer und Ort nicht nebeneinander stehen, sondern regelrecht miteinander verschmelzen. Du kannst am Strand sitzen, ein paar Schritte weiter durch den historischen Kern schlendern und kurz darauf schon an einem Aussichtspunkt stehen oder in eine ruhige Gasse abbiegen. Genau diese Mischung aus Nähe, Abwechslung und Atmosphäre macht Camogli so einzigartig.
Strand & Uferpromenade – Baden vor der Altstadtkulisse
Der Hauptstrand von Camogli liegt direkt unterhalb der berühmten Uferpromenade Via Garibaldi und besteht aus grauen Kieseln und kleinen Steinen, wie es für viele Strände an der Riviera di Levante typisch ist. Entlang der Bucht wechseln sich freie Strandabschnitte mit mehreren stabilimenti ab, also klassisch italienischen Strandbädern mit Liegen, Sonnenschirmen und Umkleiden, die du tage- oder wochenweise mieten kannst. Dazwischen gibt es gut ausgestattete öffentliche Bereiche, in denen du weiterhin Liegestühle oder Sonnenliegen leihen kannst, aber keinen Eintritt zahlst – eine Mischung, die sowohl Individualreisende als auch klassische Badeurlauber anspricht.
Besonders charakteristisch ist die Kulisse: Hinter dem Kiesstrand erhebt sich die farbenfrohe Palazzata, die bunten, teils sechs- bis achtgeschossigen Häuser direkt am Wasser, die sich an den Felsen der ehemaligen „Insel“ und den Hang dahinter schmiegen. Am westlichen Ende der Promenade thronen die Basilika Santa Maria Assunta und das Castel Dragone auf einem Felsvorsprung; von hier hast du einen weiten Blick über Strand, Ort und Golfo Paradiso. Für Fotomotive ist die Kombination aus Meer, Hausfront und Kirchenensemble ideal – sowohl vom Strand als auch von der Promenade aus.
Die Atmosphäre variiert stark je nach Tageszeit. Morgens ist der Strand oft noch vergleichsweise ruhig, die Sonne steht weich, und viele Einheimische nutzen diese Stunden für ein erstes Bad oder einen Kaffee an der Promenade. Tagsüber, vor allem in den Sommermonaten, wird es lebhaft: Familien, Paare und Tagesgäste verteilen sich auf freie Zonen und Strandbäder, Kinder spielen im Uferbereich, und entlang der Via Garibaldi öffnen Cafés, Bars und Eisdielen. Gegen Abend kehrt eine angenehm entspannte Stimmung ein: Badegäste packen zusammen, die Tische der Bars füllen sich, und die Promenade wird zur klassischen passeggiata, auf der Bewohner und Besucher den Sonnenuntergang über dem Golfo Paradiso genießen.
Für Familien ist der Strand vor allem wegen der Kompaktheit des Ortes interessant: Zwischen Unterkunft, Strand, Eisdiele und Restaurants liegen meist nur wenige Minuten zu Fuß, was den Tagesablauf einfach macht. Der Kiesstrand fällt relativ zügig ins Wasser ab, wie an vielen ligurischen Küstenorten, daher sind Wasserschuhe und ein wachsames Auge auf kleinere Kinder sinnvoll. Positiv für Familien und mobilitätseingeschränkte Gäste ist zudem, dass Camogli sowohl mit der „Blauen Flagge“ für Wasserqualität und Service als auch mit der „Lila Flagge“ für Barrierefreiheit ausgezeichnet wurde: Es gibt barrierearme Zugänge, Aufzüge, Behindertentoiletten und einen eigens ausgestatteten Strandbereich mit Spezialstühlen und Hilfsangeboten. So verbindet Camogli ein authentisches ligurisches Strandbild mit praktischer Infrastruktur – ein wichtiger Pluspunkt gegenüber vielen kleineren, weniger erschlossenen Buchten der Region.
Alle wichtigen Infos zu den einzelnen Strandabschnitten mit ihren jeweiligen Besonderheiten findest Du in unserem Artikel über den Camogli Strand.

Voller Camogli Strand vor der Basilika die Santa Maria Assunta - Bild von Domenico Adornato auf unsplash -
Der kleine Hafen – Herz des Fischerdorfs
Der kleine Hafen von Camogli ist der Punkt, an dem sich das Leben des Ortes konzentriert – hier treffen Meer, Tradition und Tourismus direkt aufeinander und du spürst sofort, warum Camogli als echtes Fischerdorf gilt.
Der Hafen von Camogli liegt direkt unterhalb der Basilika Santa Maria Assunta und der alten „Insel“ (siehe unten) und bildet zusammen mit der Piazza und der Uferbebauung den ursprünglichen Kern von Camogli. Von hier aus gingen schon im 19. Jahrhundert hunderte Segelschiffe auf große Fahrt; heute liegen an den Kaimauern vor allem kleine Fischerboote, Arbeitsboote und Ausflugsboote. Ein Teil der Boote gehört zur lokalen Fischerkooperative von Camogli, die am Marktplatz einen eigenen Laden betreibt und den Fang direkt in der Nähe des Hafens verkauft – ein Hinweis darauf, dass Fischerei hier nicht nur Folklore, sondern weiterhin gelebte Tradition ist.
Typisch für den Hafen von Camogli sind die vielen Netze, Bojen und Geräte, die auf den Kaimauern oder an den Booten hängen und tagsüber von den Fischern kontrolliert und repariert werden. Besonders bekannt ist die Tonnarella, eine traditionelle, fest verankerte Thunfisch-Fanganlage, die von April bis September vor der Küste von San Rocco im Meeresschutzgebiet Portofino ausgebracht wird und deren Fang über den hiesigen Hafen abgewickelt wird. Diese Verbindung aus historischem Fangsystem und moderner, eher kleinteiliger Fischerei gibt dem Hafen von Camogli seine besondere, fast museale Atmosphäre, ohne dass er zu einem reinen Freilichtmuseum wird.
Gleichzeitig ist der Hafen von Camogli der Ausgangspunkt für Touristenboote, die den Golfo Paradiso, die Abtei von San Fruttuoso, Punta Chiappa und Portofino ansteuern. In der Saison legen hier regelmäßig Ausflugsboote ab, und du kannst direkt am Kai Tickets für Fahrten entlang der Küste oder für kombinierte Wander‑Boots-Touren erwerben.* Diese Mischung aus Arbeits- und Ausflugsbooten sorgt dafür, dass hier ständig etwas los ist: An- und abfahrende Schiffe, Menschen mit Rucksäcken oder Badetaschen und dazwischen die Fischer, die ihren Alltag leben.
Rund um den kleinen Hafen säumen Cafés, Bars und einfache Lokale die Plätze und kurzen Gassen – ein idealer Ort, um am späten Nachmittag oder Abend einen Aperitif mit Blick auf Boote und bunte Häuser von Camogli zu genießen. Viele Tische stehen nur wenige Meter vom Wasser entfernt, sodass du beim Essen oder Trinken direkt auf die Fischerboote und auf die sich darüber auftürmende Häuserfront schauen kannst. Fotomotive findest du in Camogli in alle Richtungen: die Boote im Vordergrund und die Palazzata im Hintergrund, die Treppe hinauf zur Basilika, das Castel Dragone über dem Hafen oder die Spiegelungen der bunten Fassaden im Wasser, besonders in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang.
Durch seine kompakte Form ist der Hafen von Camogli gleichzeitig Knotenpunkt und Durchgang: Fast alle Wege aus der Altstadt von Camogli, von der Promenade oder von der „Insel“ führen irgendwann hier vorbei. Für Besucher bedeutet das: Wer sich in Camogli aufhält, landet automatisch immer wieder am Hafen – zum Beobachten, Fotografieren, auf einen Kaffee oder als Startpunkt für die nächste Bootsfahrt rund um Camogli.
Wenn Du auf einen Affiliate-Link (*) im Text klickst und über diesen Link buchst, bekommen die Betreiber dieser Internetseite von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Damit unterstützt Du den Betrieb dieser Seite, ohne dass sich für Dich der Preis verändert.

Blick auf die Isola von Camogli mit der Basilika di Santa Maria Assunta - Bild von Alex B auf Unsplash
Die mittelalterliche „Insel“ und die Basilika Santa Maria Assunta
Die sogenannte „Insel“ mit der Basilika Santa Maria Assunta ist der markanteste Punkt von Camogli – hier verschmelzen Meer, Geschichte und Ortsbild zu dem Motiv, das du auf fast jedem Foto von Camogli wiedererkennst.
Am Ende der Uferpromenade von Camogli erhebt sich auf einem Felsvorsprung die alte mittelalterliche „Isola“, auf der heute die Basilika Santa Maria Assunta und das Castel Dragone stehen. Dieser Felsen war früher tatsächlich vom Festland getrennt und fungierte als befestigte Insel; hier war in früheren Zeiten das politische und religiöse Zentrum von Camogli. Heute gilt dieser Bereich als Dreh- und Angelpunkt des Ortes und ist das Wahrzeichen von Camogli, das den gesamten Küstenabschnitt optisch dominiert.
Die Basilika Santa Maria Assunta von Camogli geht auf das 12. Jahrhundert zurück und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet. Die heutige neoklassizistische Fassade mit dem vorgelagerten Kirchhof aus schwarz‑weiß gepflasterten Kieselsteinen stammt aus dem 19. Jahrhundert und bildet einen starken Kontrast zur rauen Felskante, auf der die Kirche steht. Du erreichst die Basilika über eine breite Treppe, die vom kleinen Platz am Hafen von Camogli hinaufführt – schon beim Aufstieg öffnet sich der Blick über die Bucht, die Palazzata und den Strand von Camogli.
Im Inneren präsentiert sich die Basilika Santa Maria Assunta von Camogli überraschend prunkvoll: Drei Schiffe im Barockstil mit reich vergoldetem Stuck, polychromem Marmor, Kristalllüstern und zahlreichen Kerzen sorgen für eine fast theatralische Atmosphäre. Im Gewölbe und in den Seitenkapellen findest du Skulpturen und Gemälde der genuesischen Schule, unter anderem Werke von Nicolò Barabino und Francesco Semino; der Hauptaltar stammt von Andrea Casareggio. Dieser kunsthistorische Reichtum spiegelt die Zeit wider, in der Camogli als „Stadt der tausend weißen Segelschiffe“ bekannt und ein bedeutendes Seefahrerzentrum war, wodurch der Ort seine Kirche entsprechend großzügig ausstatten konnte.
Bei Tageslicht wirkt die Basilika von Camogli wie ein heller Fixpunkt über dem Meer, eingebettet zwischen den bunten Häusern der Altstadt und den Felsen der „Insel“. Vom Strand und von der Promenade aus bildet sie zusammen mit dem Castello das charakteristische Profil von Camogli, das viele Besucher als „Kirche direkt am Meer“ beschreiben. Am Abend, wenn die Innenbeleuchtung erstrahlt, wird der Eindruck noch intensiver: Durch die geöffneten Türen schimmert das goldene Licht nach außen, und von der Terrasse vor der Basilika blickst du auf den beleuchteten Hafen, die Uferpromenade und die Lichterkette der Küste – ein Moment, in dem Camogli seine vielleicht stimmungsvollste Seite zeigt.
Wenn Du noch mehr wissen möchtest, findest Du alles Wissenswerte in unserem Artikel über die Basilika Santa Maria Assunta.

Treppen innerhalb der Camogli Altstadt - Bild von Gianluca auf Pixabay
Die engen Gassen und Treppen im Ortskern
Die engen Gassen und Treppen gehören zu den Bereichen, in denen du das alte Camogli am intensivsten spürst – hier zeigt sich der Charakter des Fischerdorfs fernab von Strandliegen und Promenade.
Camogli ist ein typisch ligurischer „Ort am Meer“, der sich mit hohen Häusern, Treppen und schmalen Gassen den Hang hinaufzieht. Vom Bahnhof oder von der oberen Stadt kommst du zunächst durch enge Häuserschluchten und steigst auf langen Treppen immer weiter bergab Richtung Meer, bis du schließlich vor den dicht aneinander stehenden „Hochhäusern“ und der Promenade von Camogli stehst. Viele dieser Wege sind klassische carruggi: verwinkelte, teilweise überdachte Gassen mit Gewölben und kleinen Durchgängen, in denen sich das Leben von Camogli seit Jahrhunderten abspielt.
Gerade im historischen Kern von Camogli wirken die Gassen wie ein Geflecht aus Verbindungen zwischen Strand, Hafen und Oberstadt. Von der Hauptstraße Via della Repubblica und der Piazza Schiaffino führen unzählige Treppen hinunter zur Via Garibaldi und zum Hafen von Camogli, aber auch wieder hinauf in ruhigere Viertel mit Gärten und Villen. Unterwegs öffnen sich immer wieder die kleinen Plätze und Höfe der Altstadt, auf denen die Zeit fast stehen geblieben zu sein scheint – perfekte Orte, um kurz innezuhalten und die Atmosphäre von Camogli abseits der Hauptwege zu erleben.
In den Gassen der Altstadt von Camogli findest du eine überraschend große Dichte an kleinen Läden und Werkstätten. Neben Bäckereien und Focaccierie, die ihren Duft durch die schmalen Straßen schicken, gibt es Geschäfte mit handgefertigter Keramik, Schmuck und typischem ligurischem Kunsthandwerk. Viele dieser Läden liegen nicht direkt an der Promenade, sondern in Seitengassen oder an kleinen Plätzen – wer Camogli nur vom Strand aus betrachtet, verpasst einen wichtigen Teil des Ortsbildes.
Die Atmosphäre in den carruggi von Camogli verändert sich je nach Tageszeit. Morgens geht es trotz einer gewissen Geschäftigkeit der Einheimischen (Lieferanten fahren Waren an, Bewohner kaufen ein) eher geruhsam zu und die Gassen werden von weich einfallendem Licht und Schatten der hohen Häuser geprägt. Am späten Nachmittag und Abend, wenn viele Besucher von Strand oder Ausflügen zurückkehren, werden die Treppen und Gassen lebendiger – dann schlendern Spaziergänger entlang der Promenade, genehmigen sich einen Aperitif in einer Bar und gleiten mit einem Bummel durch die kleinen Läden langsam in einem typischen Camogli‑Abend hinüber.
Alle weiteren Informationen über den historischen Ortskern findest Du in unserem Artikel über die Camogli Altstadt.

Camogli Basilika di Santa Maria Assunta am Abend - Bild von Gianluca auf Pixabay
Sehenswürdigkeiten & Kultur in Camogli
Camogli ist klein, aber kulturell erstaunlich dicht: Auf wenigen hundert Metern bündeln sich hier Kirche, Festung, Museum und lebendige Traditionen wie kaum anderswo an der ligurischen Küste. In diesem Kapitel geht es um die Orte und Erlebnisse, die dir ein Gefühl dafür geben, wie sehr Camogli seit Jahrhunderten mit dem Meer verbunden ist – von der Basilika über dem Wasser bis zum Schifffahrtsmuseum und den großen Festen, bei denen das ganze Dorf auf den Beinen ist.
Statt nur „ein weiteres hübsches Fischerdorf“ zu sein, erzählt Camogli dir auf Schritt und Tritt Geschichte: in den Kirchen mit ihren Votivgaben der Seeleute, in der alten Burg über den Wellen und in den jährlichen Veranstaltungen, bei denen Boote, Lichter und die Dragun das Meer zur Bühne machen. In den folgenden Abschnitten lernst du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und kulturellen Höhepunkte kennen, die deinen Aufenthalt in Camogli weit über Strand und Promenade hinaus prägen.
Castello della Dragonara – kleine Festung über dem Meer
Das Castello della Dragonara gehört zusammen mit der Basilika zu den markantesten Bauwerken von Camogli und bildet den wehrhaften Abschluss der mittelalterlichen „Insel“ über dem Meer.
Das Castello della Dragonara, auch Castel Dragone genannt, ist eine mittelalterliche Küstenbefestigung auf einem Felsvorsprung direkt neben der Basilika Santa Maria Assunta in Camogli. Die Ursprünge der Anlage reichen ins 12. Jahrhundert zurück; ihre strategische Aufgabe war es, das Dorf Camogli und die Küste des Golfo Paradiso vor Überfällen sarazenischer und später türkischer Piraten zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Castello mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, verlor im 16. Jahrhundert seine militärische Bedeutung und diente zeitweise als Gefängnis und als Ort für Versammlungen in Camogli.
Heute gehört das Castello della Dragonara der Gemeinde Camogli und wird vor allem als Aussichtspunkt und Kulturraum genutzt. Die Festung ist in gutem Zustand, kann im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen besucht werden und bietet von ihren Mauern aus einen eindrucksvollen Blick über den Hafen, den Strand und die bunten Häuser von Camogli sowie hinaus auf den Golfo Paradiso.
Wenn Du noch mehr erfahren möchtest, findest Du alles Wissenswerte über die kleine Festung in unserem Artikel über das Castello della Dragonara.
Kirchen und Heiligtümer rund um Camogli

Camogli hat für seine Größe erstaunlich viele Kirchen und Heiligtümer, die alle auf ihre Weise zeigen, wie eng das Leben in Camogli mit Glauben, Meer und Seefahrt verbunden ist.
Die Chiesa „Millenaria“, offiziell dem Sacro Cuore di Gesù geweiht, liegt im Ortsteil Ruta oberhalb von Camogli und gilt als einer der ältesten Sakralbauten der Gegend. Das romanische Gotteshaus entstand vermutlich vor dem Jahr 1000, wird in schriftlichen Quellen ab dem 12. Jahrhundert erwähnt und war bis 1627 die einzige Pfarrkirche des Gebiets, zu dem auch Rapallo und der Hang Richtung Recco gehörten. Heute ist die „Chiesa Millenaria“ – lokal auch „Chiesa Vecchia“ genannt – ein gut erhaltener Steinbau mit offenem Holzgebälk im Inneren und ein stiller Ort, der sich gut mit einer Wanderung oberhalb von Camogli verbinden lässt.
Über dem Zentrum von Camogli erhebt sich das Santuario di Nostra Signora del Boschetto, eine barocke Wallfahrtskirche, die an eine Marienerscheinung im Jahr 1518 erinnert. Der Legende nach erschien die Madonna dem jungen Hirtenmädchen Angela Schiaffino; an der Stelle der ersten Kapelle entstand im 17. Jahrhundert das heutige Heiligtum mit reich geschmücktem Innenraum und zahlreichen Votivgaben. Camogli, oft als „Stadt der tausend weißen Segelschiffe“ bezeichnet, hat das Boschetto-Heiligtum zum Schutzort seiner Seeleute gemacht: Eine umfangreiche Sammlung maritimer Ex‑Voto‑Tafeln dokumentiert Schiffe, Kapitäne und Routen aus der Blütezeit der Seefahrt in Camogli und macht die Kirche zu einem wichtigen Zeugnis der Ortsgeschichte.
Ein weiterer spiritueller Bezugspunkt ist die Chiesa di San Rocco im gleichnamigen Ortsteil oberhalb von Camogli. Das kleine Dorf San Rocco liegt rund 300 Meter über dem Meer und bietet von Kirche und Vorplatz aus einen eindrucksvollen Panoramablick über den Golfo Paradiso bis hin zum Capo Mele – ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Wanderungen rund um Camogli. San Rocco ist zugleich Ausgangspunkt für mehrere Wege im Naturpark Portofino, etwa in Richtung Punta Chiappa und der Abtei San Fruttuoso, sodass sich hier Aussicht, Andacht und Naturerlebnis ideal kombinieren lassen, wenn du Camogli und seine Umgebung zu Fuß erkundest.
Museo Marinaro – Camoglis maritime Vergangenheit
Das Museo Marinaro „Gio Bono Ferrari“ ist der beste Ort, um zu verstehen, warum Camogli im 18. und 19. Jahrhundert als eine der großen Seefahrergemeinden Liguriens galt.
Das Museo Marinaro „Gio Bono Ferrari“ liegt in der Via Gio Bono Ferrari im historischen Zentrum von Camogli und wurde 1937 vom gleichnamigen Historiker und Schriftsteller gegründet. 1938 schenkte Gio Bono Ferrari seine Sammlung der Gemeinde Camogli; heute beherbergt das Museum hunderte Exponate, die die Entwicklung der Seefahrt in Camogli vom späten 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg dokumentieren.
Die Sammlung des Museo Marinaro von Camogli besteht fast vollständig aus Spenden von Kapitänen, Reedern und Familien aus Camogli und umfasst maßstabsgetreue Schiffsmodelle, Schiffe in Flaschen, nautische Instrumente sowie historische Dokumente. In Vitrinen siehst du Modelle großer Segler und Dampfschiffe, Navigationsinstrumente wie Sextanten und Sonnenuhren, Ex‑Voto‑Objekte von Seeleuten und eine berühmte Flasche, in der neben mehreren Segelschiffen auch der Hafen und die Häuserfront von Camogli detailreich nachgebildet sind. Ergänzt wird dies durch originale Statuten der 1853 gegründeten „Mutua Assicurazione Marittima Camogliese“, Logbücher, Seefahrtsbücher, Portolane und Briefe – darunter Dokumente aus dem italienischen Risorgimento und Stücke, die mit Giuseppe Garibaldi und der „Spedizione dei Mille“ verbunden sind.
Gemeinsam zeichnen diese Exponate das Bild einer Zeit, in der Camogli zeitweise über eine riesige Flotte an Segelschiffe verfügte und als „Stadt der tausend weißen Segel“ einen bedeutenden Teil der italienischen Handelsflotte stellte. Für Besucher, die sich für die Geschichte von Camogli jenseits von Strand und Promenade interessieren, ist das Museo Marinaro damit eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Camogli und ein kompaktes Gedächtnis seiner maritimen Vergangenheit.

Starke Wellen an der Küste bei Camogli - Bild von Gianluca auf Pixabay
Natur, Wandern & Meeresschutzgebiet
Camogli ist nicht nur ein hübsches Fischerdorf, sondern auch ein perfekter Einstieg in eine der spannendsten Naturkulissen Liguriens. Zwischen Kieselstrand, steilen Hängen und dem Naturpark Portofino liegen einige der schönsten Küstenwege der Riviera di Levante direkt vor deiner Haustür.
In diesem Kapitel geht es um alles, was Camogli draußen so besonders macht: die Panoramawege nach San Rocco, San Fruttuoso und Portofino, die Felszunge Punta Chiappa und das geschützte Meeresschutzgebiet Portofino mit seinen klaren Gewässern. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie du Strandtage, leichte Spaziergänge, anspruchsvollere Wanderungen und Erlebnisse im und auf dem Meer zu einem stimmigen Camogli‑Urlaub kombinieren kannst.
Im Naturpark Portofino – Wandern mit Meerblick
Camogli ist einer der besten Startpunkte, um den Naturpark Portofino zu Fuß zu erleben – viele der schönsten Wege beginnen direkt im Ort oder in den Weiler darüber.
Vom Bahnhof oder Strand von Camogli aus führen mehrere markierte Wege in den Naturpark Portofino hinauf. Der klassische Einstieg ist der Aufstieg nach San Rocco: Du startest in Camogli nahe der Carabinieri-Kaserne, folgst einem gepflasterten Maultierpfad und steigst über rund 900 Stufen etwa 200 Höhenmeter auf einen kleinen Platz vor der Kirche San Rocco (ca. 210–220 Meter über dem Meer). Schon hier hast du einen weiten Panoramablick über Camogli, den Golfo Paradiso und die Küste bis Richtung Genua – ein idealer erster Eindruck vom Naturpark Portofino.
Von San Rocco führen mehrere Höhenwege weiter in den Naturpark Portofino. In Richtung Ruta verläuft ein angenehmer Weg auf etwa gleichbleibender Höhe durch Wälder und mit immer wieder freiem Blick auf Camogli und das Meer; Ruta selbst liegt an der Via Aurelia und ist ein weiterer guter Ausgangspunkt, etwa für Touren zum Monte di Portofino oder nach Portofino Vetta. Zwischen San Rocco und Punta Chiappa zweigt ein Pfad zur Kirche San Nicolò di Capodimonte (siehe unten) ab, die auf einem kleinen Vorsprung über dem Meer liegt und einen besonders fotogenen Blick auf den Golf von Camogli bietet.
Gut zu wissen: Der Naturpark Portofino bietet auf kompaktem Raum ein Netz von rund 80 Kilometern markierter Wege, und Camogli ist einer der bequemsten Einstiege darin. Ob du nur bis San Rocco aufsteigen, eine Tagestour nach San Fruttuoso planen oder mehrere Tage im Naturpark Portofino rund um Camogli unterwegs sein möchtest – Meerblick ist auf fast jeder Etappe garantiert.
Alle Informationen hierzu findest Du in unserem ausführlichen Artikel über den Naturpark Portofino.
Punta Chiappa – Felszunge im Meer
Punta Chiappa ist einer der eindrucksvollsten Naturpunkte rund um Camogli – eine schmale Felszunge, die weit ins Meer hinausragt und das westliche Ende des Vorgebirges von Portofino markiert. Die Landzunge aus Konglomeratgestein fällt steil ins Meer ab und ist sowohl Teil des Meeresschutzgebiets Portofino als auch im Naturpark Portofino inbegriffen; sie gilt bei Einheimischen und Urlaubern als einer der schönsten Plätze zum Baden und Sonnen in der Umgebung von Camogli. Von hier hast du einen freien Blick zurück auf den Golfo Paradiso und die Häuserfront von Camogli sowie nach Westen entlang der ligurischen Küste.
Erreichen kannst du Punta Chiappa von Camogli aus entweder zu Fuß oder mit dem Boot. Zu Fuß startest du in Camogli, steigst zunächst nach San Rocco (ca. 210–220 Meter Höhe) auf und folgst dann dem ausgeschilderten Weg über San Nicolò di Capodimonte hinunter zur Küste; je nach Variante legst du dabei rund 200–300 Höhenmeter zurück und brauchst etwa eine Stunde ab San Rocco. Alternativ fahren in der Saison Linienboote von Camogli nach Porto Pidocchio, dem kleinen Anleger neben Punta Chiappa, von dem aus du die Felszunge über einen kurzen Fußweg erreichst.
Die Felsen von Punta Chiappa bieten mehrere Einstiege ins Wasser; das Meer ist hier tief, klar und Teil der Zone B des Meeresschutzgebiets, was die Unterwasserwelt besonders artenreich macht. An warmen Tagen ist Punta Chiappa ein sehr beliebter Badeplatz für Gäste aus Camogli, weswegen du in der Hochsaison eher früh kommen solltest, wenn du einen ruhigeren Platz auf den Felsen suchst.
Für Taucher ist vor allem die Grotta dei Gamberi an der Ostseite von Punta Chiappa interessant. Der Einstieg liegt bei etwa 18–20 Metern Tiefe, die Tauchgänge führen je nach Route bis in Tiefen von 30 bis 40 Metern, wo eine steil abfallende Wand, rote Gorgonien, Schwämme und Schwärme von Brassen, Zackenbarschen und anderen Mittelmeerfischen zu sehen sind. Ihren Namen verdankt die Grotta dei Gamberi den zahlreichen kleinen Garnelen, die die Felsspalten und Höhlenwände besiedeln – ein Highlight für erfahrene Taucher, die von Camogli oder umliegenden Orten mit lizenzierten Tauchzentren ins Meeresschutzgebiet Portofino ausfahren.
San Nicolò di Capodimonte – romanische Kirche über dem Meer
San Nicolò di Capodimonte gehört zu den stimmungsvollsten Orten im Naturpark Portofino und ist eng mit der Wanderwelt rund um Camogli verknüpft.
Die Chiesa di San Nicolò di Capodimonte liegt in der kleinen Ortschaft San Nicolò, auf halber Höhe zwischen San Rocco di Camogli und der Küste, direkt am Wanderweg von Camogli über San Rocco hinunter nach Punta Chiappa. Die romanische Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und gehört heute zu den nationalen Baudenkmälern Italiens. Sie steht an einem gepflasterten Platz mit Blick auf den Golfo Paradiso; von hier aus hast du einen eindrucksvollen Panoramablick über das Meer und zurück auf Camogli.
San Nicolò di Capodimonte wirkt trotz seiner historischen Bedeutung bewusst schlicht: ein einschiffiger Steinbau mit quadratischem Glockenturm (Campanile) und apsidialem Abschluss, dessen Innenraum bei Restaurierungen in den 1920er‑Jahren freigelegte Fresken zeigt. Besonders bemerkenswert ist ein Fresko mit einer der ältesten Darstellungen der „Stella Maris“ – ein Schiff in stürmischer See, das von der Madonna mit Kind gerettet wird. Damit spiegelt die Kirche in konzentrierter Form, wie eng die Bewohner von Camogli ihren Glauben mit dem Meer und der Seefahrt verbinden.
Für Wanderer, die von Camogli aus unterwegs sind, ist San Nicolò di Capodimonte ein idealer Zwischenstopp: Auf der Route von Camogli über San Rocco hinunter nach Punta Chiappa oder weiter Richtung San Fruttuoso bietet die Kirche einen ruhigen Ort zum Verschnaufen, eine Trinkpause auf dem Platz und einen der schönsten Ausblicke des Naturparks Portofino. So lässt sich Kultur mit Naturerlebnis verbinden – ein typisches Beispiel dafür, wie Camogli Wanderungen, Meer und Geschichte auf engem Raum zusammenbringt.
Meeresschutzgebiet & Tauchen
Camogli liegt direkt am Meeresschutzgebiet Portofino und ist damit ein idealer Ausgangspunkt, wenn du beim Tauchen oder Schnorcheln die Unterwasserwelt der ligurischen Küste erleben möchtest.
Das Meeresschutzgebiet Portofino (Area Marina Protetta di Portofino) erstreckt sich entlang der Küsten von Camogli, Portofino und Santa Margherita Ligure und ist in die Zonen A, B und C mit unterschiedlichen Schutzstufen unterteilt. Gerade in den Zonen B und C, in denen das Tauchen nur mit genehmigten Tauchzentren erlaubt ist und die Fischerei stark eingeschränkt wurde, hat sich eine artenreiche Unterwasserwelt erhalten: Steilwände mit gelben und roten Gorgonien, Seegraswiesen, Schwämme, rote Korallen sowie zahlreiche Fischarten wie Zackenbarsche, Brassen, Barrakudas und Muränen.
Weitere Informationen erhältst Du in unserem ausführlichen Artikel zum Meeresschutzgebiet Portofino.
Einer der bekanntesten Tauchspots in der Nähe von Camogli ist die Grotta dei Gamberi an der Ostseite von Punta Chiappa. Der Tauchgang beginnt an einer Boje in etwa 18–20 Metern Tiefe; von dort führt eine Felswand hinab bis auf rund 35–40 Meter, wo sich die eigentliche „Garnelengrotte“ als Spalte in der Felswand etwa zehn Meter in den Felsen hineinzieht. Aufgrund der Tiefe, der Strömung und der Höhlenstruktur gilt die Grotta dei Gamberi als anspruchsvoller Spot für erfahrene Taucher, belohnt aber mit dichten Garnelenschwärmen, Hummern, roten Korallen und großen Zackenbarschen – ein Highlight für ambitionierte Taucher, die ihr Basislager in Camogli haben.
Rund um Camogli und im übrigen Meeresschutzgebiet Portofino gibt es über 20 weitere Tauchplätze, die von lokalen Tauchbasen angefahren werden. Dazu gehören Steilwände wie Punta Chiappa Levante und Punta Targhetta, Wracks wie die „Mohawk Deer“ in 18–40 Metern Tiefe sowie die berühmte Statue „Cristo degli Abissi“ vor San Fruttuoso, die sowohl für Taucher als auch für Schnorchler zugänglich ist. Dank Sichtweiten von oft 20–30 Metern und Wassertemperaturen um 23–24 Grad im Hochsommer ist Camogli damit ein lohnender Ausgangspunkt für Tauchurlaub im Meeresschutzgebiet Portofino – vorausgesetzt, du buchst deine Ausfahrten über eine zugelassene Tauchbasis.
Anzeige

Ligurien Bootsfahrt Sommer Meer glückliches Paar - Bild von Get Your Guide
Camogli aktiv erleben – Geführte Touren & Erlebnisse
Camogli ist so vielfältig wie seine Jahreszeiten – und es gibt für jede Jahreszeit die perfekte Aktivität! Im Frühling und Herbst: Wanderungen im Naturpark Portofino. Im Sommer: Bootsfahrten & Schnorcheln. Im Winter: kulturelle Stadtrundgänge in Genua oder den Cinque Terre.
Mit einer geführten Tour sparst du Zeit bei der Planung und entdeckst versteckte Ecken, die du allein nie findest – und profitierst von Insider-Wissen der Einheimischen.
Egal welche Jahreszeit du wählst: Dein Ligurien-Abenteuer wartet!
Die mit Asterisk bzw. Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sog. Affiliate-Links. Wenn Du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen die Betreiber dieser Internetseite von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis nicht.

Abtei San Fruttuoso, Bild: aloa, CC BY 2.0 - AI222070
Ausflüge ab Camogli – Portofino-Halbinsel & Umgebung
Camogli ist ein perfekter Ausgangspunkt, um den gesamten Golf von Tigullio und die Portofino-Halbinsel zu erkunden. Von hier aus erreichst du mit Bahn, Boot und auf Wanderwegen in kurzer Zeit einige der bekanntesten Orte Liguriens – ohne jeden Tag die Unterkunft wechseln zu müssen.
In diesem Kapitel geht es um die schönsten Ausflüge, die du ab Camogli einplanen kannst: die Klosterbucht San Fruttuoso, das mondäne Portofino, die beiden Badeorte Santa Margherita Ligure und Rapallo sowie Tagestrips nach Genua oder in die Cinque Terre. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie du Camogli als ruhigen Standort nutzen kannst, während du die Highlights der Riviera di Levante in Tagesetappen entdeckst.
San Fruttuoso – Klosterbucht und Cristo degli Abissi
San Fruttuoso ist für viele das spektakulärste Ausflugsziel ab Camogli: eine kleine, von steilen Hängen eingerahmte Bucht mit Strand, mittelalterlicher Abtei und dichtem Grün – und gleichzeitig Teil des Meeresschutzgebiets Portofino. Die Abtei San Fruttuoso di Camogli geht auf das 10.–11. Jahrhundert zurück, wurde mehrfach umgebaut und gehört heute dem FAI (Fondo Ambiente Italiano); zur Anlage gehören Kreuzgang, Kapitelsaal, Kirche und die Grablege der genuesischen Adelsfamilie Doria.
Alle Informationen erhältst Du in unserem umfangreichen Artikel zur Abtei San Fruttuoso.
Vor der Bucht liegt in etwa 15 Metern Tiefe der „Cristo degli Abissi“, eine Bronzestatue Christi mit zum Himmel erhobenen Armen, die seit 1954 all jenen gewidmet ist, die auf See ihr Leben verloren oder der Schifffahrt gewidmet haben. Bei klarer Sicht kannst du die Statue von Boot oder Kajak aus schemenhaft erkennen, Taucher und gute Schnorchler erleben sie aus nächster Nähe.
San Fruttuoso erreichst du von Camogli aus entweder auf teils anspruchsvollen Wanderwegen durch den Naturpark Portofino – etwa über San Rocco und die Batterie – oder bequemer per Linienboot, das in der Saison mehrmals täglich zwischen Camogli, Punta Chiappa und der Klosterbucht pendelt.

Portofino am Abend, Bild: Рустам Абдрахимов, CC BY 3.0
Portofino – das berühmte Nachbardorf
Portofino ist das wohl berühmteste Nachbardorf von Camogli – ein winziger Hafenort mit pastellfarbenen Häusern, eleganten Boutiquen, Yachten und der typischen Piazza direkt am Wasser. Portofino liegt an der Südostseite des Vorgebirges und gehört wie Camogli zum Naturpark Portofino; der Ort steht heute sinnbildlich für den mondänen Teil der Riviera di Levante, während Camogli eher als entspannter, authentischer Standort gilt.
Von Camogli aus erreichst du Portofino bequem mit dem Boot (Saisonverbindung über San Fruttuoso oder Santa Margherita Ligure) oder mit der Bahn bis Santa Margherita Ligure und von dort weiter mit dem Bus oder zu Fuß entlang der Küste.
Wenn du deinen Aufenthalt in Camogli mit einem Besuch in Portofino kombinieren möchtest, findest du alle Details zu Sehenswürdigkeiten, Anreise, Spaziergängen und Aussichtspunkten unserem ausführlichen Artikel über Portofino.
Santa Margherita Ligure & Rapallo – weitere Ziele am Golfo del Tigullio
Santa Margherita Ligure und Rapallo sind die beiden größeren Badeorte am Golfo del Tigullio und lassen sich von Camogli aus bequem als Tagesausflüge einplanen. Beide Orte bieten eine deutlich breitere touristische Infrastruktur als Camogli – mit langen Uferpromenaden, Yachthäfen, vielen Hotels und einem eher klassischen „Kurort‑Gefühl“ – bleiben aber trotzdem gut überschaubar.
Von Camogli aus erreichst du Santa Margherita Ligure und Rapallo am einfachsten mit dem Zug: Entlang der Küstenbahnlinie fahren regelmäßig Regionalzüge, die dich in etwa 10–15 Minuten nach Santa Margherita Ligure und in rund 20 Minuten nach Rapallo bringen. In der Saison kannst du deine Ausflüge gut mit Booten kombinieren, die zwischen Santa Margherita Ligure, Portofino und teilweise weiter nach Rapallo verkehren, während Camogli selbst vor allem per Bahn und auf Wanderwegen mit dem übrigen Golf verbunden ist.
Genua & Cinque Terre – Tagesausflüge per Bahn
Von Camogli aus bist du mit der Bahn so gut angebunden, dass sich sowohl Genua als auch die Cinque Terre problemlos als Tagesausflug einplanen lassen. Der Bahnhof Camogli‑San Fruttuoso liegt direkt an der Linie Genua–La Spezia; Züge nach Genua brauchen je nach Verbindung etwa 20–30 Minuten, in Richtung Levante bist du in rund einer Stunde in Monterosso, dem nördlichsten Dorf der Cinque Terre.
Damit eignet sich Camogli hervorragend als ruhiger Standort, von dem aus du einen Tag lang Großstadtluft in Genua schnupperst oder die berühmten Dörfer der Cinque Terre erkundest – ohne dein Gepäck bewegen zu müssen. Wichtig ist nur, die Rückfahrt im Blick zu behalten, speziell in der Hochsaison und an Wochenenden, wenn die Regionalzüge gut gefüllt sind.

Cinque Terre, Vernazza - Bild von djedj auf Pixabay
✈️ Jetzt deine Traumreise nach Ligurien buchen!
Du hast nun alle Infos über Ligurien – jetzt fehlt nur noch die Buchung! Mit einer Pauschalreise von Check24 sparst du Zeit und Geld: Flug, schönes Hotel und viele Leistungen sind inklusive. Alles aus einer Hand, mit 24/7-Kundenservice.
💡 Preisgarantie: Du buchst zum besten Preis dank der "Nirgendwo Günstiger Garantie"
✅ Kostenlos stornierbar: Bei vielen Angeboten kannst Du bis 24 Stunden vor Abreise kostenlos stornieren – buche jetzt, entscheide später!
Die mit Asterisk bzw. Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sog. Affiliate-Links. Wenn Du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für Dich verändert sich der Preis nicht.

