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Blumenriviera: Dein Reiseführer für Italiens blühende Küste

Bordigheraan der Blumenriviera (Wikipedia).jpg

Was ist die Blumenriviera? – Italiens grüne Küste

Stell dir eine Küste vor, an der selbst im tiefsten Winter die Temperaturen selten unter 10 Grad fallen, wo Palmen und exotische Pflanzen im Garten gedeihen und wo zwischen Meer und Bergen ein Blütenmeer in allen Farben leuchtet. Willkommen an der Blumenriviera – einem der zauberhaftesten Abschnitte der italienischen Mittelmeerküste, der dich das ganze Jahr über mit mildem Klima, malerischen Küstenorten und einer Blumenpracht empfängt, die ihresgleichen sucht.

Wo genau liegt die Blumenriviera?

Die Blumenriviera (italienisch: Riviera dei Fiori) erstreckt sich entlang der Küste Liguriens im äußersten Westen der Region, genau genommen von Ventimiglia an der französischen Grenze bis nach Cervo am Capo Mimosa. Dieser etwa 40 Kilometer lange Küstenstreifen gehört zur Provinz Imperia und bildet den westlichsten Teil der berühmten Riviera di Ponente. Hier, wo die ligurischen Alpen bis fast ans Meer heranreichen und die Berggipfel über 2.200 Meter in die Höhe ragen, entsteht ein Mikroklima, das die Blumenriviera zu einem echten Naturparadies macht.​

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Name und Geschichte der Blumenriviera

Doch woher kommt eigentlich der Name „Blumenriviera"? Die Antwort liegt buchstäblich auf der Hand – oder besser gesagt: in den unzähligen Gewächshäusern und Blumenfeldern, die das Hinterland prägen. Seit über 100 Jahren ist die Blumenzucht wesentlich für diese Region, und die Zahlen sprechen für sich: Ligurien produziert beeindruckende 30 Prozent aller italienischen Schnittblumen – das bedeutet, dass jeder dritte Blumenstrauß, den du in Italien kaufst, aus dieser Region stammt! Mit einem Produktionswert von über 430 Millionen Euro jährlich ist die Blumenriviera nicht nur ein touristisches Juwel, sondern auch eine wichtige wirtschaftliche Säule der ligurischen Landwirtschaft. Ranunkeln, Gerbera, Anemonen, duftende Mimosen und leuchtende Ginster: Die Vielfalt an Blumen, die hier kultiviert werden, ist schlichtweg überwältigend.

Die Geschichte der Blumenriviera als Tourismusziel reicht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück, als die Region von der internationalen High Society entdeckt wurde. Dank der Eisenbahn, die damals die ligurische Küste erschloss, strömten europäische Adlige, Künstler und wohlhabende Bürger an die Riviera, um der Kälte des Nordens zu entfliehen. Die Belle Époque hinterließ bis heute ihre Spuren: Prachtvolle Villen, elegante Palmenpromenaden und mondäne Casinos zeugen von jener goldenen Zeit, in der Schriftsteller wie Charles Dickens von der „luxuriösen und bezaubernden Vegetation" schwärmten und der Nobelpreisträger Eugenio Montale die Schönheit dieser Küste in seinen Gedichten verewigte.

Blumenriviera: Klima und Vorzüge

Was die Blumenriviera aber wirklich einzigartig macht, ist ihr außergewöhnliches Klima. Geschützt von den Seealpen im Norden und den Maritimen Alpen im Westen, genießt die Küste ganzjährig milde Temperaturen und über 300 Sonnentage im Jahr. Selbst im Januar liegen die Tagestemperaturen bei angenehmen 11 bis 12 Grad, während der Sommer mit durchschnittlich 27 Grad warm, aber nie drückend heiß ist. Diese klimatischen Bedingungen schaffen ideale Voraussetzungen für eine mediterrane und teils exotische Vegetation: Olivenhaine ziehen sich die Hügel hinauf, Zitronenbäume duften in den Gärten, und Palmen säumen die Uferpromenaden. Kein Wunder, dass die französische Riviera nur einen Steinwurf entfernt ist – die Blumenriviera teilt sich mit der Côte d'Azur nicht nur die Nähe zur Grenze, sondern auch den Charme und die Eleganz eines mediterranen Sehnsuchtsortes.

Ob du auf der Suche nach entspannten Strandtagen, Entdeckungen in malerischen Bergdörfern oder kulinarischen Genüssen bist – die Blumenriviera Italien verbindet all das mit einer Leichtigkeit, die dich vom ersten Moment an verzaubert. Und das Beste: Anders als an vielen überlaufenen Mittelmeerküsten findest du hier noch authentische Orte, in denen die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen scheint und das echte italienische Dolce Vita zu Hause ist.

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Cinque Terre-2922447_1920, Vernazza (Bild von djedj auf Pixabay).jpg

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Die schönsten Orte der Blumenriviera

Von mondänen Küstenstädten über malerische Fischerdörfer bis hin zu mittelalterlichen Bergdörfern – die Blumenriviera überrascht mit einer Vielfalt an Orten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Jeder einzelne hat seinen ganz eigenen Charme, seine Geschichte und seine Besonderheiten. Ob du auf der Suche nach Belle-Époque-Eleganz, unberührten Stränden oder authentischem Dorfleben bist: Entlang dieses Küstenabschnitts findest du garantiert deinen persönlichen Lieblingsort. Lass uns gemeinsam die Highlights entdecken!

San Remo – Die Perle der Blumenriviera

Wenn ein Ort den Zauber der Blumenriviera auf den Punkt bringt, dann ist es San Remo. Die „Stadt der Blumen" (Città dei Fiori), wie sie liebevoll genannt wird, vereint alles, was diese Region so besonders macht: mediterranes Flair, eine reiche Geschichte, blühende Gärten und jene unvergleichliche Eleganz, die schon im 19. Jahrhundert europäische Adlige und Künstler in ihren Bann zog. Heute ist San Remo das pulsierende Herz der Riviera – und ein Reiseziel, das dich mit offenen Armen empfängt.

La Pigna – Ein Labyrinth aus Geschichte

Das Herz von San Remo schlägt in La Pigna, dem mittelalterlichen Altstadtviertel, das sich wie eine Spirale einen Hügel hinaufwindet. Der Name – auf Deutsch „Pinienzapfen" – beschreibt perfekt die Form dieses faszinierenden Viertels: Enge Caruggi (die typisch ligurischen Gassen), steile Treppen, gewölbte Durchgänge und kleine Plätze fügen sich zu einem Labyrinth zusammen, das du am besten zu Fuß und ohne Eile erkundest.

Dein Rundgang beginnt am besten an der Porta di Santo Stefano, dem mächtigen Steinbogen aus dem 14. Jahrhundert, der die moderne Stadt von der alten trennt. Sobald du hindurchschreitest, lässt du das touristische San Remo hinter dir und tauchst ein in eine Welt aus pastellfarbenen Häusern, aufgehängter Wäsche und dem Plaudern der Einheimischen. Besonders sehenswert sind die Piazzetta dei Dolori mit ihren mittelalterlichen Wappen und dem prachtvoll ausgemalten Oratorio di San Sebastiano sowie die Kirche Santa Brigida, die im Sommer als Open-Air-Kino dient.

Ganz oben erwartet dich das Santuario della Madonna della Costa mit einem atemberaubenden Panoramablick über die Dächer der Altstadt bis hinaus aufs glitzernde Mittelmeer – der perfekte Ort für ein Erinnerungsfoto!

Sanremo Casino Municipale (Wikipedia).jpg

Das Casinò di Sanremo – 120 Jahre Glamour

Kaum ein Gebäude verkörpert den mondänen Charakter von San Remo so sehr wie das berühmte Casinò Municipale. Der prachtvolle Bau im Liberty-Stil (italienischer Jugendstil) wurde am 14. Januar 1905 nach Plänen des französischen Architekten Eugène Ferret eröffnet – und feierte damit im Januar 2025 sein 120-jähriges Jubiläum!

Von Beginn an war das Casinò mehr als nur eine Spielbank: Es war Treffpunkt der internationalen High Society, Bühne für Kultur und Spektakel. Durch seine eleganten Säle mit venezianischen Glaslüstern, kunstvollen Stuckdecken und dem mittelalterlich anmutenden Kamin-Saal flanierten gekrönte Häupter wie König Faruk von Ägypten und Filmlegenden wie Vittorio De Sica. Heute beherbergt das Casinò neben den Spielsälen auch das Teatro del Casinò mit seiner exzellenten Akustik, in dem das Sanremo Sinfonie-Orchester regelmäßig auftritt – eines von nur elf ständigen Sinfonieorchestern in ganz Italien.

💡 Tipp: Du musst kein Spieler sein, um das Casinò zu genießen! Ein Abendspaziergang entlang der beleuchteten Fassade oder ein Drink in der eleganten Bar lohnen sich allein wegen der Atmosphäre.

Das Festival della Canzone Italiana - das Veranstaltungshighlight an der Blumenriviera

Das Ariston - Austragungsort des Festival della Canzone Italiana in Sanremo (Wikipedia).JPG

Sanremo und Musik – das gehört zusammen wie Pesto und Pasta! Jedes Jahr im Februar verwandelt sich die Stadt in die Hauptstadt der italienischen Musik, wenn das Festival della Canzone Italiana (besser bekannt als „Festival di Sanremo") stattfindet. Was 1951 im Festsaal des Casinò begann, ist heute eines der größten Musikevents Europas.

Seit 1977 ist das Teatro Ariston die Heimat des Festivals. Der von Aristide Vacchino erbaute Theaterbau in der Via Matteotti bietet fast 2.000 Zuschauern Platz und ist mit seinem 15 Meter tiefen und 24 Meter hohen Bühnenraum eine technische Meisterleistung. Während der Festival-Woche steht ganz Italien Kopf – und Sanremo erlebt einen Ausnahmezustand aus Musik, Prominenz und ausgelassener Stimmung.

Auch wenn du nicht zur Festival-Zeit kommst: Ein Spaziergang zum Teatro Ariston gehört zum Pflichtprogramm. Vor dem Eingang findest du die Handabdrücke der Gewinner vergangener Jahre – ein kleiner „Walk of Fame" auf italienisch!

Villa Ormond – Botanischer Zauber über dem Meer

Villa Ormond San Remo (Wikipedia).jpg

Für eine grüne Auszeit vom Stadttrubel empfehle ich dir einen Besuch im Parco di Villa Ormond, einem der schönsten botanischen Gärten der gesamten Blumenriviera. Die Villa wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Schweizer Tabakhändler Michel Louis Ormond erbaut und vom Genfer Architekten Emile Réverdin gestaltet.

Der Park erstreckt sich terrassenförmig vom Hügel hinunter Richtung Meer und beherbergt eine beeindruckende Sammlung exotischer Pflanzen: majestätische Palmen, uralte Feigenbäume (Ficus), duftende Zitrusgewächse und seltene Gewächse aus aller Welt gedeihen hier dank des milden Mikroklimas prächtig. Die einzelnen Gartenbereiche sind wie „grüne Zimmer" angelegt – vom Palmenhain über den Ficus-Bereich bis zum klassischen italienischen Garten.

In der Villa selbst befindet sich heute mit dem Floriseum (Museo del Fiore) das zentrale Museum zur Geschichte der Blumenzucht an der Riviera. Außerdem finden hier regelmäßig internationale Blumenausstellungen statt. Der Eintritt in den Park ist kostenlos – ein echtes Geschenk für Naturliebhaber!

Der Blumenmarkt – Wo die Riviera duftet

Wer die Seele der Blumenriviera wirklich verstehen möchte, sollte früh aufstehen: Der Mercato dei Fiori di Sanremo öffnet bereits um 4:30 Uhr seine Tore! In dieser riesigen Halle im Stadtteil Valle Armea werden jeden Tag (außer am Wochenende) tausende Blumensträuße, Schnittblumen und Pflanzen gehandelt – ein farbenfrohes Spektakel aus Ranunkeln, Gerbera, Rosen, Mimosen und Nelken.

Der Markt ist zwar primär für Großhändler gedacht, aber die Atmosphäre lässt sich auch von außen erahnen. Wenn du zur richtigen Zeit (zwischen 5 und 7 Uhr morgens) in der Nähe bist, erlebst du das geschäftige Treiben der Blumenhändler und den betörenden Duft, der durch die Morgendämmerung zieht – ein unvergessliches Erlebnis!

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Bordighera – Eleganz trifft den Geheimtipp der Blumenriviera

Wenn dir San Remo zu trubelig ist, du aber nicht auf mediterranes Flair verzichten möchtest, dann ist Bordighera dein Ort. Die kleine Küstenstadt liegt nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt und trägt den klangvollen Beinamen Città delle Palme – Stadt der Palmen. Und das aus gutem Grund: Bordighera ist der nördlichste Ort Europas, an dem Dattelpalmen natürlich gedeihen. Hier findest du alles, was einen entspannten Urlaub an der Blumenriviera ausmacht – charmante Gassen, eine elegante Uferpromenade, einen Sonnenuntergang, den National Geographic zu den zehn schönsten der Welt zählt, und ein Tempo, bei dem du endlich einmal richtig durchatmen kannst.

Bordighera Alta – Das mittelalterliche Schatzkästchen

Tor zur Bordighera Alta - Bild von (Wikipedia).jpg

Das historische Herz von Bordighera schlägt in Bordighera Alta, einem befestigten Bergdorf auf der Spitze des Capo Sant'Ampelio. Der Kern des Ortes entstand im Jahr 1470, als lokale Familien beschlossen, sich gegen die Überfälle der Sarazenen-Piraten zu schützen, und eine Festung mit mächtigen Mauern errichteten. Der große italienische Schriftsteller Edmondo De Amicis beschrieb Bordighera Alta treffend als „wenige Häuser, aufgehäuft auf einer Anhöhe, die ein Labyrinth aus auf- und absteigenden Gässchen bilden" – und so ist es noch heute.

Du betrittst die Altstadt durch eines der drei historischen Tore: die Porta Sottana aus dem Jahr 1470, die Porta Soprana (auch Porta della Maddalena, eröffnet 1780) oder die Porta del Capo aus dem 17. Jahrhundert. Dahinter erwartet dich ein Gewirr aus engen Caruggi, steilen Treppen, kleinen Plätzen und pastellfarbenen Häusern mit Rundbögen, die an ein verwunschenes Mittelalter erinnern.

Auf der Piazza del Popolo, dem lebendigen Herzen des Viertels, erhebt sich die Kirche Santa Maria Maddalena – außen schlicht und elegant, innen reich geschmückt mit Goldverzierungen, die der Legende nach aus eingeschmolzenen Schmuckstücken stammen, welche die Bewohner einst für ihre Kirche spendeten. Gleich nebenan lohnt sich ein Blick in das Oratorio di San Bartolomeo mit seinem atemberaubend blauen Barockinterieur, geschwungenen Säulen und farbigen Marmorimitationen – ein verstecktes Juwel, das die meisten Touristen glatt übersehen.

💡 Tipp: Im Sommer verwandelt sich Bordighera Alta in ein begehbares Freilichtmuseum. Zwischen den Häusern findest du dann Gemälde, Skulpturen und Fotografien, die die alten Gassen in eine lebendige Galerie an der Blumenriviera verwandeln.

Die Palmen und der Vatikan – Eine Geschichte, die nur Bordighera erzählen kann

Die Geschichte der Palmen von Bordighera beginnt, so will es die Überlieferung, im Jahr 411 n. Chr., als der Eremit Ampelio aus der ägyptischen Thebais an der Küste anlandete und die ersten Palmsamen mitbrachte. Was daraus entstand, ist eine weltweit einzigartige Tradition, die Bordighera bis heute mit dem Vatikan verbindet.​

Das entscheidende Ereignis trug sich im Jahr 1586 zu: Papst Sixtus V. ließ auf dem Petersplatz in Rom den ägyptischen Obelisken aufrichten – eine gewaltige technische Herausforderung. Als die Seile unter der Last zu reißen drohten und absolute Stille herrschte, rief Giovanni Bresca, ein Seefahrer aus Bordighera,  kurzerhand „Aiga ae corde!"(Wasser auf die Seile!). Die Seile wurden befeuchtet, stabilisierten sich auf diese Weise, und der Obelisk konnte sicher aufgestellt werden. Zum Dank verlieh der Papst Bresca und seinen Nachkommen das Privileg, jedes Jahr die Palmzweige für die Feier des Palmsonntags im Vatikan zu liefern.

Seither werden in Bordighera jedes Frühjahr die kunstvoll geflochtenen Parmureli hergestellt – handgearbeitete Palmblattkompositionen in elfenbeinweißen Tönen, die durch eine uralte Technik des Lichtabschlusses gewonnen werden. Über 2.000 Parmureli werden am Palmsonntag auf dem Petersplatz verteilt, die Kardinäle erhalten jeweils ein etwa einen Meter langes Exemplar, und der Papst bekommt das größte und kunstvollste Stück. Eine Tradition, die seit über 440 Jahren ununterbrochen Bestand hat – und nur das an der Blumenriviera gelegene Bordighera erzählen kann.

Auf den Spuren von Claude Monet

Claude Monet Bordighera (Wikipedia).jpg

Im Januar 1884 kam ein gewisser Claude Monet nach Bordighera – und blieb begeistert 79 Tage. Der Vater des Impressionismus hatte die Küste ein Jahr zuvor mit seinem Freund Auguste Renoir entdeckt und war so verzaubert, dass er allein zurückkehrte, um das besondere Licht der Blumenriviera auf die Leinwand zu bannen.

Von seiner Unterkunft, der Pension Anglaise, aus erkundete Monet die Altstadt, die Via Romana und vor allem den legendären Giardino Moreno, den er als „fantasmagorico"(fantastisch) beschrieb – „ein Garten, der nichts anderem gleicht; alle Pflanzen des Universums scheinen hier von selbst zu wachsen". An seinen Pariser Kunsthändler Durand-Ruel schrieb er schwärmerisch: „Alles ist wunderbar, und jeden Tag wird die Landschaft schöner, und ich bin vom Land verzaubert."

In diesen knapp drei Monaten in Bordighera schuf Monet 38 Gemälde – darunter Ansichten der Altstadt, des Meeres und vor allem der Palmen, die in 20 seiner Bordighera-Werke eine Hauptrolle spielen. Heute erinnert ein nach dem Maler benannter Garten an der Via Romana an seinen Aufenthalt, angelegt an der Stelle, wo einst der verschwundene Giardino Moreno lag. Eines seiner Bordighera-Gemälde kannst du übrigens im Museum Barberini in Potsdam bewundern – ein Stück Ligurien mitten in Brandenburg.

Der Lungomare Argentina – Die schönste Promenade der Blumenriviera

Bordighera Chiosco Musica am Lungomare Argentina (Wikipedia).jpg

Unten am Meer zeigt Bordighera seine elegante Seite: Der Lungomare Argentina erstreckt sich über gut zwei Kilometer entlang der Küste und gilt als die längste Fußgänger-Promenade der gesamten Blumenriviera. Ihren Namen verdankt die Promenade einem glamourösen Anlass – sie wurde 1947 von Eva Perón persönlich eingeweiht, als die Frau des argentinischen Präsidenten auf ihrer Europareise Station in Bordighera machte.​

Heute flanierst du hier unter Palmen, Pinien und Agaven, vorbei an Cafés und kleinen Restaurants, den Blick weit über das Meer gerichtet – bei klarer Sicht bis hinüber nach Montecarlo. Abends verwandelt sich der Lungomare in das gesellige Zentrum des Ortes, wenn Einheimische und Urlauber gleichermaßen den Sonnenuntergang genießen. Inzwischen führt eine Verlängerung als Rad- und Fußweg westwärts über die Nachbarorte bis nach Ventimiglia und sogar bis ins Bergdorf Dolceacqua im Hinterland.

Strände, Gärten & Villen

Villa Bischoffsheim in Bordighera (Wikipedia).jpg

Die Strände von Bordighera sind überwiegend kiesig, aber gut erschlossen und überraschend familienfreundlich: Alle Hauptstrände verfügen über Rettungsschwimmer, Duschen, Umkleiden und gastronomische Angebote. Die Wasserqualität wird durchschnittlich mit 8,4 von 10 Punkten bewertet. Besonders empfehlenswert sind die kleine Bucht Spiaggia Rattaconigli im Ortszentrum und die Baia Verde – beide ideal für Familien mit Kindern.

Naturfreunde sollten den Giardino Esotico Pallanca nicht verpassen: Auf 10.000 Quadratmetern am Hang über dem Meer beherbergt dieser Privatgarten eine der größten Sammlungen von Kakteen und Sukkulenten in ganz Europa – ein spektakuläres Highlight mit Meerblick inklusive.​

Bordighera ist außerdem ein Freilichtmuseum der Belle-Époque-Architektur: Die Villa Etelinda, entworfen vom Pariser Star-Architekten Charles Garnier (ja, der Garnier der Pariser Opéra!), wurde später zur Residenz der Königin Margherita von Savoyen, der ersten Königin Italiens, die hier 1926 verstarb. Gleich in der Nähe steht Villa Garnier (1871) mit ihrem markanten weißen Turm, die der Architekt liebevoll „Mon mirador" nannte. Und im Garten der Villa Mariani kannst du noch heute einen Olivenbaum bewundern, den Monet höchstpersönlich gemalt hat.

Für wen ist Bordighera ideal?

Bordighera ist der perfekte Ort für alle, die das authentische Ligurien suchen, ohne auf Komfort zu verzichten. Besonders Familien schätzen die sicheren Strände, die ruhige Atmosphäre und die kurzen Wege. Ältere Reisende genießen die flache Promenade, die gepflegten Gärten und das gemütliche Tempo. Und Individualreisende entdecken in der Altstadt, auf dem Sentiero del Beodo – einem alten Aquädukt-Wanderweg durch Palmen und Mimosen – und in den versteckten Villen immer wieder kleine Überraschungen. Dazu kommt: Von Bordighera aus erreichst du in wenigen Minuten Ventimiglia, das französische Menton oder das zauberhafte Bergdorf Dolceacqua – ideal für Tagesausflüge und andere spannende Aktivitäten!*

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Cervo – Eines der schönsten Dörfer an der Blumenriviera

Wenn du auf der Suche nach einem dieser Orte bist, die dir den Atem rauben und dich sofort in die Vergangenheit zurückversetzen, dann ist Cervo genau das Richtige für dich. Dieses kleine Bergdorf, das sich malerisch auf einem Hügel über dem Golfo Dianese erhebt, zählt zu den schönsten Dörfern Italiens und verzaubert mit seinen pastellfarbenen Häusern, die sich eng aneinander schmiegend die Steigung hinaufziehen, und seinen engen Carruggi, den typischen ligurischen Gassen, die nur zu Fuß begehbar sind. Schon von der Via Aurelia aus siehst du die markante Silhouette des Ortes, gekrönt von der imposanten Barockkirche, die wie ein Wächter über das Meer thront – ein Anblick, der dich sofort Lust macht, deinen Rucksack zu packen und die Treppen hinaufzusteigen.​

Chiesa di San Giovanni Battista

Cervo Chiesa di San Giovanni Battista -

Im Herzen des Dorfs thront die Chiesa di San Giovanni Battista, auch „dei Corallini“ genannt, weil sie im 17. und 18. Jahrhundert mit den Erlösen der Korallenfischer finanziert wurde, die in den Gewässern vor Korsika und Sardinien jahrhundertelang ihr Glück suchten. Der Architekt Gio Batta Marvaldi aus Candeasco entwarf das barocke Meisterwerk mit seiner grandiosen, konkaven Fassade aus Stuck und Marmor, die die Besucher wie in einer Umarmung empfängt, während der elegante Campanile (freistehender Glockenturm) aus dem Jahr 1771, gestaltet vom Maler Francesco Carrega aus Porto Maurizio, wie ein Leuchtturm in der Dämmerung über dem Meer leuchtet. Drinnen wartet eine einziges, hohes Kirchenschiff auf dich, geschmückt mit einem prächtigen Marmoraltar, einem hölzernen Kruzifix von Anton Maria Maragliano, eine Kanzel aus dem 16. Jahrhundert (gefertigt aus weißem Marmor) und einem Tabernakel aus dem 15. Jahrhundert – ein Raum voller Kunst und Geschichte, der den Reichtum der Fischer widerspiegelt und dich mit seiner Akustik verzaubert.​

Festival Internazionale di Musica da Camera

Cervo ist aber mehr als nur Architektur: Es ist ein Ort der Künstler und der Musik, wo seit 1964 das Festival Internazionale di Musica da Camera stattfindet, das älteste Sommerfestival Liguriens, das Stars wie Michelangeli, Richter, Pollini und Argerich auf die Piazza vor der Kirche lockt. Der ungarische Geiger Sándor Végh entdeckte hier zufällig die außergewöhnliche Akustik dieses Platzes und machte Cervo zur „Hauptstadt der Kammermusik", mit Konzerten im Juli und August, die die Gassen mit Klängen füllen und das Dorf in ein lebendiges Kulturzentrum verwandeln. Kunstgalerien und Ateliers der Einheimischen laden zum Schlendern ein.​

Weitere Sehenswürdigkeiten in Cervo

Neben der berühmten Barockkirche und dem Musikfestival bietet Cervo noch viele weitere Juwelen, die das Dorf zu einem echten Insider-Tipp machen. Ein Highlight ist das Castello dei Clavesana, ein imposantes Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das ursprünglich als Festung gegen sarazenische Piraten diente und eine ältere römische Torre aus der Via Julia Augusta integriert – später als Oratorio di Santa Caterina und sogar als Ospedale genutzt. Heute beherbergt es das Museo Etnografico del Ponente Ligure „Franco Ferraro", ein faszinierendes Zeitfenster in das Leben des 19. und 20. Jahrhunderts mit über 250 handgefertigten Puppen in authentischen Kostümen, die Szenen aus dem Alltag von Bauern, Fischern und Frauen der Region nachstellen, sowie alten Werkzeugen, Möbeln und einer Dauerausstellung „Donne di Liguria – Un secolo di storia 1850/1950". Von der Terrasse des Castello genießt du einen spektakulären Blick über die pastellfarbenen Dächer und den Golfo Dianese, der besonders bei Sonnenuntergang magisch wirkt.

Wandere weiter durch die engen Carruggi zur Porta Bondai, einem der gut erhaltenen mittelalterlichen Tore, die in die Piazza Santa Caterina führen, wo der Oratorio di Santa Caterina d'Alessandria, ein Kirchengebäude mit restaurierten Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert, auf dich wartet – ein romantisches Juwel mit atemberaubender Akustik. Nicht zu verpassen ist die Chiesa di San Nicola da Tolentino aus dem 14. Jahrhundert, ein schlichteres Bauwerk voller Legenden, und das Palazzo Morchio, heute das Rathaus, das mit seiner prächtigen Fassade die Adelsgeschichte des Ortes widerspiegelt. Die alten Wehrmauern, die das Dorf umschließen, erzählen von der turbulenten Verteidigung gegen Piratenüberfälle, während der Bastione del Mezzodì und der Torre di Sant'Antonio tolle Aussichtspunkte bieten.

Cervo ist kompakt – du entdeckst all das in wenigen Stunden, und jede Ecke fühlt sich wie eine Zeitreise an, die dich mit der Seele Liguriens verbindet.​

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Ventimiglia – Historisches Flair an der Grenze der Blumenriviera

Botanische Gärten Hanbury - Foto von Mediatus (Wikipedia).jpg

Ventimiglia, die westlichste Stadt Liguriens und damit auch der Blumenriviera, liegt wie eine Brücke zwischen Italien und Frankreich und verströmt ein unvergleichliches historisches Flair, das von ihrer Lage am Roia-Fluss und dem charmanten Hafen geprägt ist. Schon beim Betreten der Altstadt spürst du das Hafenflair: durch die Porta Marina aus dem 16. Jahrhundert gelangst du in ein Labyrinth aus engen Gassen und steilen Treppen, vorbei an der Cattedrale di Santa Maria Assunta mit ihrer romanischen Fassade aus dem 12. Jahrhundert und dem Museo Archeologico, das römische Funde aus der Zeit der Via Julia Augusta zeigt. Der Hafenbereich mit dem neuen Porto Cala del Forte, eingeweiht vom Prinzen Albert von Monaco, verbindet modernen Luxus mit authentischem Fischerflair – ein idealer Ausgangspunkt für Spaziergänge am Wasser oder Ausflüge mit kleinen Booten entlang der Küste.

Die Nähe zu Frankreich macht Ventimiglia zum perfekten Startpunkt für Ausflüge: Nur wenige Minuten entfernt liegt Menton mit seiner Belle-Époque-Atmosphäre, und die Côte d’Azur ist mit dem Zug oder Auto in Reichweite – ein Tagesausflug nach Monaco oder einem Spaziergang entlang der Promenade des Anglais ist schnell gemacht. Die Stadt selbst lädt zu Entdeckungen ein, wie dem Aufstieg zur Fortezza dell'Annunziata mit Panoramablick oder dem Giardino Hanbury (Botanischen Gärten Hanbury), einem großen botanischen Garten mit mehr als 3500 Pflanzen (➡️ Tickets für die Botanischen Gärten Hanbury ab 10,-*)

Marktstadt Ventimiglia 

Das absolute Highlight ist der Mercato del Venerdì, der größte Wochenmarkt Italiens, der jeden Freitag von 7 bis 18 Uhr den Lungomare und das Lungofiume in eine bunte Oase verwandelt. Über 400 Stände bieten Kleidung, Lederwaren, Schuhe, Haushaltsartikel, Frischobst, Olivenöl und regionale Spezialitäten zu unschlagbaren Preisen – ein internationales Spektakel, das Tausende Franzosen aus der Côte d'Azur anzieht, da die Qualität höher und die Preise niedriger sind als zu Hause. Die Händler sprechen fließend Italienisch, Französisch und Englisch, laden zum Anprobieren ein und sorgen für eine entspannte, freundliche Atmosphäre, die dich mit Einkaufstüten und einem Lächeln zurückschickt. Auch der tägliche Mercato Coperto im Zentrum lockt mit frischen Produkten – Ventimiglia ist Shopping und Grenzflair pur und macht Lust, länger zu bleiben.

Markt Mercato di Ventimiglia - Bild von ventimilia,it.jpg

Top Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Ventimiglia

Portal der Cattedrale di Santa Maria Assunta Ventimiglia - Foto von Lemone (Wikipedia).jpg

Die Altstadt von Ventimiglia ist ein mittelalterliches Labyrinth aus Carruggi, Treppen und Plätzen, das dich mit seiner Geschichte und Atmosphäre verzaubert. Das absolute Herzstück ist die Cattedrale di Santa Maria Assunta, eine romanisch-gotische Kirche aus dem 11.-12. Jahrhundert auf den Ruinen einer karolingischen Vorgängerin, mit drei Schiffen, einem romanischen rechten Seitenschiff, gotischen Elementen und einem Glockenturm ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert umgestaltet wurde. 

Weiter oben wartet die Fortezza dell'Annunziata, eine imposante Festung aus dem 19. Jahrhundert am Rande der mittelalterlichen Mauern, mit atemberaubendem Panoramablick über das Meer und dem Museo Archeologico Girolamo Rossi, das römische Funde wie die einzigartige „Lupa Capitolina" aus dem 2.-3. Jahrhundert zeigt. Die Porta del Sole, eines der drei Tore der Stadtmauer aus dem 13.-15. Jahrhundert, markiert den Eingang zum Sestiere Solarium und bietet von oben einen Blick über die Dächer. Die Loggia del Parlamento aus dem 15. Jahrhundert diente als Versammlungsort der Stadtväter, während die Civica Biblioteca Aprosiana mit ihrem antiken Fondo eine der ältesten Bibliotheken Liguriens birgt.

Der Oratorio dei Neri (Oratorio di San Secondo) mit seinen schwarzen Marmorverkleidungen und Fresken sowie die Chiesa di San Michele runden das religiöse Ensemble ab. Die Casa Biancheri, ein Renaissance-Palast, und die typisch ligurischen Gassen laden zum Schlendern ein – ein Museum unter freiem Himmel, das fast 10 Jahrhunderte Geschichte atmet.

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Weitere Orte: Imperia, Diano Marina, Taggia, Ospedaletti

Boote am Strand von Imperia in Ligurien - Foto von Pom (Wikipedia).jpg
Diano Marina Fußgängerzone - Foto von Tony Frisina (Wikipedia).jpg

Die Blumenriviera hat noch viel mehr zu bieten – hier ein kurzer Vorgeschmack auf weitere Highlights, mit denen du deine Reise nach Ligurien abrunden kannst.

Imperia, die Hauptstadt der Provinz, ist ein Mosaik aus zwei Seelen: Oneglia mit seinem lebendigen Hafenviertel Calata Cuneo und dem Museo dell'Olivo Carlo Carli, das die Olivenöl-Tradition feiert, und Porto Maurizio mit dem mittelalterlichen Borgo Parasio, einem spiralförmigen Labyrinth aus Carruggi, Kirchen und atemberaubenden Meerblicken, sowie der romantischen Passeggiata degli Innamorati entlang der Klippen.

Diano Marina, das „Borgo dell'Oro e del Turchese", lockt mit karibikblauen Buchten im Santuario dei Cetacei Pelagos, einem gemütlichen Zentrum mit Möglichkeiten zum Flanieren, dem Palazzo della Cultura für Ausstellungen und einem lebendigen Kalender aus Carnevale mit allegorischen Wagen und der Infiorata del Corpus Domini, wo die Straßen zu farbenprächtigen religiösen Teppichen werden.

Taggia im Hinterland ist ein sehr sehenswertes mittelalterliches Bergdorf mit charmanten Gassen und dem beeindruckenden Komplesso di San Domenico, einem Dominikaner-Konvent aus dem 15. Jahrhundert, gegründet von Cristoforo da Milano, mit gotischem Chiostro, Fresken von Canavesio und Bea im Refettorio, einer reichen Pinakothek und der Kirche als einer der größten Kunstschätze ligurischer Malerei – ein Ort voller spiritueller Ruhe und Kunstgeschichte.

Arma di Taggia, das maritime Juwel, ist ein echtes Schnorchel- und Tauchparadies mit kristallklarem Wasser im Santuario Pelagos, wo du Delfine und Wale sichten kannst, ideal für Windsurf, Kitesurf, Segeln und Unterwasserabenteuer vor dem Hintergrund mediterraner Felsen.

Ospedaletti rundet die Liste ab mit seinem entspannten Vibe, schönen Stränden und als Endpunkt der legendären Pista Ciclabile, einem 24 km langen, flachen Fahrradweg entlang der alten Eisenbahnstrecke von San Lorenzo al Mare über Riva Ligure, Santo Stefano, Arma di Taggia und Sanremo bis Ospedaletti – ein Panoramaweg mit Meerblick, der sich bald bis Andora ausdehnen soll und perfekt für Radtouren ist

Sanremo in Fiore - Bild von Alessandroga80 (Wikipedia).jpg

Der Blumenkorso von San Remo – Das große Blumenriviera-Spektakel

Der Blumenkorso von San Remo, offiziell Sanremo in Fiore – Corso Fiorito, ist das farbenfrohe Herzstück der Blumenriviera und eines der beeindruckendsten Feste Italiens, das die Stadt jedes Jahr in ein riesiges Blumenmeer verwandelt. Traditionell findet die große Parade am letzten Sonntag des März statt, als Höhepunkt eines viertägigen Festivals vom, bei dem prächtige Blumenwagen mit einer jeweiligen Länge von bis zu 20 Metern und geschmückt mit Hunderttausenden frischer Blumen durch die Straßen ziehen. Begleitet von Bands und Folkloregruppen füllen die Wagen die Straßen komplett aus. Dieses Ereignis zieht Zehntausende Zuschauer an und wird von der RAI, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen Italiens, live übertragen und von Millionen Zuschauern verfolgt.

Die Szenerie ist atemberaubend: Die Blumenwagen werden von den umliegenden Gemeinden wie Taggia, Badalucco oder Apricale gestaltet, jedes mit einem eigenen Thema – oft inspiriert von TV-Sendungen, Geschichte oder Natur – und mit Mimosen, Ranunkeln, Gerbera und lokalen Blumen bedeckt, die in der Nacht zuvor von Hunderten Blumenzüchtern angeliefert werden. Der Parcours ad anello führt über eine Strecke von etwa 3 Kilometern, die die Stadt in ein duftendes, buntes Theater verwandelt, mit Konfetti, Musik und spontanen Tänzen.

​Diese Anreise-Tipps machen den Tag stressfrei: Mit dem Zug kommst du bequem an der Stazione Ferroviaria Sanremo an, nur 20 Minuten Fußweg zur Strecke entfernt. Per Auto erreichst du die Blumenriviera natürlich auch: nimm die A10-Ausfahrt „Sanremo Ovest" (von Westen) oder „Arma di Taggia-Sanremo Est" (von Osten); Parkplätze für Busse findest du in Via Frantoi Canai (Valle Armea, Ost) oder Corso Marconi (Foce, West). Buche früh Tickets für die Tribüne (ca. 1.000 Plätze), die den besten Überblick bieten – erhältlich über die offizielle Website sanremoinfiore.it oder vor Ort, aber sie gehen schnell weg. Für Familien: Die Casa del Fiore im Casinò zeigt neue Blumen-Sorten und ist kostenlos zugänglich.

Die besten Plätze zum Zuschauen sind entlang des Parcours kostenlos: Am Lungomare Calvino für die Ankunft, Piazzale Dapporto für die Kurven und das Fotografieren oder die Giardini Vittorio Veneto für den Abschluss mit Feuerwerk. Für VIP-Feeling: Die kostenpflichtigen Tribünen bietet etwa 1000 Sitzplätze und Sicht auf die gesamte Parade. Anmeldung und Infos laufen zentral über sanremoinfiore.it – dort findest du auch das aktuelle Programm, Ticketverkauf, Sortierungen der Carri (Sanremo immer mit Festival-Thema) und Updates. Für Gruppen oder Pauschalen kontaktiere +39 0184 580500 oder info@sanremoinfiore.it.

 

➡️ Tipp: Übernachte in Sanremo*, um dieses mehrtägige Event voll zu erleben – ein großes Fest, das dich mit Farben, Düften und ligurischem Temperament verzaubert.

Strände & Wassersport an der Blumenriviera

Die Blumenriviera verspricht dir traumhafte Badeurlaube mit einer Vielfalt an Stränden, die von feinem Sand bis zu kiesigen Buchten reicht und für jeden Geschmack etwas bietet. Während Sandstrände wie die Spiaggia di Arma di Taggia mit ihrer goldenen, feinen Sandqualität (Bewertung 9/10) und flachem Einstieg ideal für Familien sind, dominieren Kies- und Kieselstrände wie in Bordighera oder Sanremo, oft mit stabilimenti balneari ausgestattet, die Liegen, Umkleiden und Bars bieten. Die kleinen Badebuchten (calette), etwa Baia Verde in Bordighera oder die Spiaggia Rattaconigli, locken mit kristallklarem Wasser, natürlicher Schönheit und weniger Trubel – perfekt für ein romantisches Picknick oder Schnorcheln in geschützten Lagunen, wo die Barriere von künstlichen Riffen vor Wellen schützt.

Unter den besten Stränden zum Baden sticht die Spiaggia di Arma di Taggia heraus, ein urbaner Lido mit sauberem Sand, hervorragenden Services (9/10) und ruhigem Wasser dank Riffen – ideal für Kinder, mit Beachvolleyball und nahem Lungomare. Spiaggia Bagni Il Gabbiano punktet mit Top-Wasserqualität (9/10) und Familienfreundlichkeit, während Spiaggia La Fortezza und Vittoria Beach Komfort und Sauberkeit bieten. In Imperia lockt die Spiaggia di Porto Maurizio mit Kies und Meerblick, Ospedaletti mit entspannten Kiesbuchten und Diano Marina mit türkisfarbenen Lagunen im Santuario Pelagos – alle mit Rettungsschwimmern besetzt und mit dem Blauen Band ausgezeichnet.

Für Abenteuerlustige ist Schnorcheln & Tauchen ein Muss, besonders vor Imperia und der Riviera dei Fiori, wo das Diving Center Riviera dei Fiori ganzjährig tauchfreudige Unterwasserwelten bietet: farbenfrohe Riffe, Grotten, Fischschwärme und Wracks in kristallklarem Wasser – begleitet von erfahrenen Instruktoren, die dich zu den spektakulären Fundalen südlich Imperia führen.

Die Pista Ciclabile, ein etwa 30 km langer Rad- und Wanderweg auf dem alten Eisenbahndamm, verbindet alles: Von Ospedaletti über Sanremo, Arma di Taggia, Riva Ligure, Santo Stefano bis Imperia, mit Panoramablicken, Galerien, Ruhezonen und Bikeverleih – ein Highlight für Aktive, das Strände und Küste nahtlos verknüpft.

Cinque Terre-2922447_1920, Vernazza (Bild von djedj auf Pixabay).jpg

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Das Hinterland der Blumenriviera: Bergdörfer & authentisches Ligurien

Während die Küste mit Stränden und Promenaden lockt, öffnet sich das Hinterland der Blumenriviera zu einer Welt voller Geheimnisse, wo die Zeit stillzustehen scheint und du das echte, unberührte Ligurien entdeckst. Das Valle Argentina zählt mit ca. 42 km zu den längsten Nord-Süd-Tälern Liguriens und ist ein Paradies in Sachen Wandern und Natur: Von Arma di Taggia aus durchziehen spektakuläre Pfade wie der „Streambed Trekking" das Tal, vorbei an Wasserfällen und Wäldern mit wilden Tieren, oder anspruchsvolle Trails zu Monte Saccarello (2.090 m), dem höchsten Gipfel Liguriens, mit Almwiesen, Lavendelfeldern und Pfaden, die seit der Zeit des antiken Volkes der Ligurer existieren – hier kannst du die Magie der Landschaft spüren und die Einsamkeit genießen.

Die pittoresken Bergdörfer sind wahre Juwelen: Dolceacqua, mit seinem berühmten Bogenbrücke über den Nervia aus dem 15. Jahrhundert, spiralförmigen Carruggi und der Michetta (lokales Süßgebäck), ist ein mittelalterliches Meisterwerk mit Rossese-Wein und kleinen Botteghe. Pigna thront hoch oben mit seiner Renaissance-Kirche San Pietro, Wandgemälden und dem Duft von Rosmarin, während Apricale mit seinen verwinkelten Gassen, dem Palazzo Cassini und der Aussicht über die Nervia-Täler wie ein Postkartenmotiv wirkt. Triora, das „Dorf der Hexen", fasziniert mit dem Museo Etnografico, den Prozessen gegen Hexen 1588 und dem Pane di Triora, umgeben von den sogenannten Cabotina-Ruinen und der Cabotina-Höhle der letzten Hexe – ein Dorf voller Legenden im Valle Arroscia.

Die Olivenplantagen und der Weinanbau prägen hier die Landwirtschaft: Ligurien ist Olivenöl-Paradies, und der Rossese di Dolceacqua DOC, ein rubinroter, fruchtiger Rotwein aus Alberello-Reben mit Noten von Waldbeeren, Rosen und Macchia mediterranea (12-14% Alkohol, trocken, tanninarm) gedeiht auf steilen Hängen – ein passender Begleiter zu Fleisch und ligurischen Spezialitäten, der die wilde Seite der Riviera einfängt.

„Die Stille Liguriens" findest du in verlassenen Höfen und Dörfern wie Bussana Vecchia, dem berühmten Künstlerdorf nach dem Erdbeben 1887, wo Ruinen zu Ateliers wurden, oder Cravarezza (Savona), einem Geisterdorf mit Kirche und Schule seit 1964. Diese Orte laden zu Erkundungen ein, wo verlassene Olivenhaine, zerfallene Häuser und Natur die Seele berühren – ein Kontrast zur Küste, der Ligurien authentisch macht.

Deine Anreise zur Blumenriviera

Die Blumenriviera ist für Gäste aus Deutschland hervorragend erreichbar – ob du mit dem Auto die Alpenpässe genießt, mit dem Zug die Schweiz durchquerst oder fliegst und dann entspannt ankommst. Hier eine detaillierte Übersicht, speziell für dich aus der DACH-Region, mit Zeiten, Kosten und Tipps.

Zur Blumenriviera mit dem (eigenen) Auto

Die Via Aurelia (SS1), die älteste europäische Straße aus römischer Zeit, führt dich direkt entlang der Küste von Savona nach Ventimiglia – eine Panoramastrecke mit Meerblicken, aber zahlreichen Tunnels (z.B. Arma-Taggia-Tunnel, Sanremo-Tunnels), die den Verkehr entlasten, aber bei Regen Vorsicht erfordern. Von München: Nimm A8 nach Lindau, Schweiz (Basel), A5/A2 durch die Schweiz nach Italien (Chiasso), dann A9/A10 Richtung Imperia (ca. 800 km, 9-11 Std., Vignette CH ca. 40 €, Autobahnticket IT 20-30 €). Von Berlin: A9/A93 nach München, dann wie oben (ca. 1.300 km, 13 Std.). Von Dresden: A17 Prag, A93 Nürnberg, dann südlich (15 Std.). Tipp: Autozug Hamburg-Lörrach spart Zeit (ca. 370-800 € Auto + Passagiere). In Städten wie Sanremo sind ZTL-Zonen (Zona Traffico Limitato) aktiv – nutze Apps wie Waze oder Parkopedia.

Zugverbindungen (Trenitalia entlang der Panorama-Route)

Die Trenitalia-Linie Genova-Ventimiglia ist ein Highlight: Regionale Züge (alle 30 Min., 5-10 € pro Strecke) fahren durch Galerien mit Meerblick – Stationen: Ventimiglia, Bordighera, Ospedaletti, Sanremo, Imperia. Aus Deutschland: DB ICE nach Basel/Genf, dann TGV nach Ventimiglia (z.B. München-Ventimiglia 8-10 Std., ca. 150-300 €). Nightjet Wien-Genova mit Anschluss (günstig ab 100 €). Super für Paare/Familien – kein Parkstress!​

Flughäfen nahe der Blumenriviera

  • Nice Côte d'Azur (NCE, 57 km zu Sanremo, 45 Min.): Günstigste Flüge aus DACH (Eurowings ab 50 €), dann Bus 98 zur Bahn (ca. 10 €), Zug oder Taxi (80-120 €). Shuttle zu Sanremo ab 18 €.

  • Genova Cristoforo Colombo (GOA, 146 km, 2 Std.): Direktflüge aus München/Frankfurt (ab 80 €), Volabus zur Bahn, dann Regionalzug (9-17 €).

  • Cuneo Levaldigi (40 km zu Imperia): Ryanair aus Berlin, Taxi 80 €.

Parken 

Sanremo: Parcheggio Olimpia (zentral, 2,50 €/Std., max. 20 €/Tag), Autosilo Via Volta oder Piazza Eroi (früh kommen!). Bordighera: Parcheggio Piazza Garibaldi oder Stazione (1,50 €/Std.). Ventimiglia: Hafenparkplätze (gratis außer Saison). Kleine Dörfer: Freie Straßenränder. Apps: EasyPark, Telepass PayX für ZTL.​

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Die beste Reisezeit für die Blumenriviera

Die Blumenriviera lockt das ganze Jahr mit mildem Klima – Frühling für Blumenpracht, Sommer für Strände, Herbst für Wandern. Die ideale Zeit? Entdecke alle Details in unserem Guide zur besten Reisezeit für Ligurien.

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